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In bewegter Tradition: Incinea-Geschäftsführer Aike Kremser, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und Historiker Olaf Schulze (von links) mit dem Jubiläumsbuch in der Aussegnungshalle.
In bewegter Tradition: Incinea-Geschäftsführer Aike Kremser, Bürgermeisterin Sibylle Schüssler und Historiker Olaf Schulze (von links) mit dem Jubiläumsbuch in der Aussegnungshalle.
01.08.2017

Krematorium ging vor 100 Jahren in Betrieb: Vorreiter in Sache Einäscherung

Mit der ersten Einäscherung eines Landwirts aus Dillweißenstein hat die Erfolgsgeschichte des Krematoriums am 1. August 1917 ihren Lauf genommen. Denn heute verzeichnet es solche Zuwachsraten, dass die Stadtverwaltung gar einen zweiten Ofen für die Incinea GmbH plant.

Mit dem Krematorium sei vor 100 Jahren auch die Erweiterung des Friedhofs Auf der Schanz und die Gestaltung des Parkfriedhofs in seiner heutigen Form mit Gebäuden, Wandelgang und Aussegnungshalle verbunden gewesen, erklärte Bürgermeisterin Sibylle Schüssler im Rahmen eines Festakts vor rund 50 Gästen aus Kommunalpolitik, Firmen und Verwaltung. Er sei Ausdruck sich wandelnder Bestattungskultur und offen für andere Religionen. „Es lohnt sich, um die Weiterentwicklung eines der schönsten Friedhöfe Süddeutschlands zu kämpfen.“Anlässlich des runden Datums hat sich Historiker Olaf Schulze mit Hilfe des Incinea-Geschäftsführers Aike Kremser und dem städtischen Denkmalpfleger Christoph Timm auf die Suche nach den Anfängen gemacht und auch in einem Buch dokumentiert.

Am 1. August  1917 wurde mit der ersten Einäscherung das neugebaute Krematorium auf dem Hauptfriedhof in Betrieb genommen. Pforzheim war damit nach Heidelberg (1891), Mannheim (1901), Karlsruhe (1904), Baden- Baden (1909) und Freiburg (1914) die sechste Stadt im Großherzogtum Baden, die ein städtisches Krematorium errichten ließ.

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