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Besorgt zeigt sich die Polizei über die wachsende Zahl an Rohheits- und Aggressionsdelikten. Foto: Gamberini
Besorgt zeigt sich die Polizei über die wachsende Zahl an Rohheits- und Aggressionsdelikten. Foto: Gamberini
25.03.2016

Kriminalstatisktik: Gewaltdelikte trüben Erfolgsbilanz

Pforzheim/Karlsruhe. Im nächsten Jahr wolle man auch noch Heilbronn überholen, sagt Günther Freisleben, Präsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe, und selbst Hohenloher Franke – dann wäre Pforzheim die sicherste Großstadt Baden-Württembergs. So reichte es für Platz zwei in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das vergangene Jahr.

In der Goldstadt sank die Gesamtkriminalität um ein Prozent – unter anderem eine Auswirkung des Rückgangs der Wohnungseinbrüche um knapp die Hälfte (die PZ berichtete). Im Enzkreis sank die registrierte Kriminalität um 2,5, im Landkreis Calw um 6,3 Prozent. So verbesserten sich die Calwer um einen Platz auf das zweitbeste Resultat aller Landkreise – der Enzkreis ist der sicherste Flecken im Land.

Mit einem Anstieg der Fallzahlen um über 1200 auf insgesamt rund 70.000 Straftaten lag man im Bereich des Polizeipräsidiums 1,8 Prozent über denen des Jahres 2014 – besser als der Landesschnitt von 3,8 Prozent. Rechne man jedoch daraus die Zahl der Taten heraus, die nur Ausländer (Verstöße gegen das Asylverfahrensgesetz) begehen könnten, sei die Kriminalität nahezu gleichgeblieben, so Freisleben gestern in Karlsruhe. In der Fächerstadt – das trübt das Bild – stieg die Zahl der Straftaten um acht Prozent, ein negatives Resultat der hervorragenden Nahverkehrs-Infrastruktur, gerade für organisierte Ladendiebe und Autoknacker. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.