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22.05.2016

Kultur, Sprache und Studieren: Amerikaner zu Gast

Pforzheim. Sie haben ein ambitioniertes Programm vor sich – die 52 amerikanischen Studierenden, die in Pforzheim eingetroffen sind. In den kommenden sechs Wochen hören sie Vorlesungen, belegen Sprachkurse und lernen Pforzheim, die Region sowie Deutschland kennen.

Mit der 9. Summer School setzte die Pforzheimer Fakultät für Wirtschaft und Recht ihr erfolgreiches Programm mit der amerikanischen Pennsylvania State University zum Thema „Wirtschaft und Politik in Europa“ fort. Ergänzt wird das Programm seit 2014 durch eine Summer School in der Fakultät für Technik. Die ingenieurswissenschaftlichen Gast-Studierenden konzentrieren sich in den kommenden Wochen auf die Automobilwirtschaft.

Mit gespannter Erwartung trafen die 32 Studierenden der Pennsylvania State University, der Lehigh University und der University of Massachusetts Lowell an der Fakultät für Technik ein. Sie studieren in ihrer Heimat unterschiedliche Fächer der Ingenieurswissenschaft und werden sich nun unter der Ägide von Professor Matthias Weyer auf das Auto in allen Facetten konzentrieren. Dabei geht der Blick auch auf alternative Techniken, die Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette und die Digitalisierung.

Im Fokus der 16 Wirtschaftswissenschaftler stehen die Themen Wirtschaft, Politik und Europa. Ein spezifisches Programm für amerikanische Studierende zum Thema „European Business, Politics and Culturest“ bildete die Keimzelle für die erfolgreiche Zusammenarbeit, die auf eine Kombination aus Theorie und Praxis setzt.

Unter der Leitung von Professor Dirk Wentzel gewann die Summer School seit dem Jahr 2008 deutlich Kontur und Renommee. Die Hochschule Pforzheim ist eine der wenigen anerkannten deutschen Partner der Pennsylvania State University, einer der größten amerikanischen Universitäten. Die Mischung aus Vorlesungen, Exkursionen, Freizeitgestaltung und „Rund-um-Betreuung“ entspricht den hohen Anforderungen der Amerikaner.

Beide Summer Schools an der Hochschule setzen neben der Vermittlung von Fachthemen auf ein intensives Kulturprogramm. Ein viertägiger Aufenthalt in Berlin mit einem Besuch des Wirtschaftsministeriums, drei Tage in München inklusive eines Besuches von Neuschwanstein oder ein Termin im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe und das Europa-Parlament in Straßburg erwarten die Wirtschaftswissenschaftler in den kommenden Tagen.

Die 52 amerikanischen Studierenden werden zahlreiche Firmen und deutsche Städte kennenlernen und sich daneben intensiv mit der deutschen Sprache beschäftigen. Die Veranstaltungen der Summer School ergänzen das Angebot der Heimatuniversität. Für die Gäste in Pforzheim heißt das, ihre Leistungen in Deutschland beeinflussen ihre Noten in den USA. pm