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Heike Reisner-Baral und Gerhard Baral planen am Samstag eine Kundgebung am Pforzheimer Marktplatz.  Foto: Moritz 

Kundgebung für die Demokratie: Pforzheimer rufen zu Solidarität auf

Pforzheim. Pfarrerin Heike Reisner-Baral und ihr Mann Gerhard Baral, Eventexperte, sind überzeugt: Die Menschen müssen zusammenstehen – für die Demokratie. Und das mit dem Zusammenstehen meint das Paar ganz wörtlich: Mit einer Kundgebung will es am Samstag, 5. Dezember, ab 11 Uhr auf dem Marktplatz ein Zeichen setzen. Genau dort, wo sich Samstag für Samstag Gegner der Coronaregeln versammeln. „Es wird Zeit, dass sich die Mehrheit zu Wort meldet“, findet Baral.

Dennoch wolle man keinen Massenansturm auslösen, betont seine Frau. Deshalb werde die Veranstaltung live bei Youtube übertragen. Dass sie mit ihrem Vorhaben offene Türen eingerannt haben, zeigt die Teilnahme der unterschiedlichsten Gruppierungen bei der digitalen Pressekonferenz an diesem Montag.

Neben Bundes- und Landtagsabgeordneten wird etwa auch das Team um Thushira Weerawarna, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin am Siloah St. Trudpert Klinikum, das Wort ergreifen. Die Dekane Christiane Quincke und Georg Lichtenberger gedenken zum Glockengeläut um 12 Uhr der Kranken und Toten.

Demonstrationen wirken auf Katja Mast wie Hohn

Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast wirken die Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen nach dem Tod Ralf Fuhrmanns wie Hohn. Als unerträglich empfindet auch CDU-Fraktionschefin Marianne Engeser die samstäglichen Demonstrationen.

Erschreckend findet auch Dirk Wentzel, Professor für europäische Wirtschaftsbeziehungen an der hiesigen Hochschule, was sich aktuell auf den Straßen abspielt: „Das ist gegen den Geist der Aufklärung, man kann wissenschaftliche Fakten nicht einfach ignorieren.“

Mehr über die Kundgebung lesen Sie am Dienstag, 1. Dezember, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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Anke Baumgärtel

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