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Während die Bilder von Reinhard Schickle (links) alle im vergangenen Jahr entstanden, hat Gerald Manz Zeichnungen aus drei Jahrzehnten zusammengetragen.   Läuter
Während die Bilder von Reinhard Schickle (links) alle im vergangenen Jahr entstanden, hat Gerald Manz Zeichnungen aus drei Jahrzehnten zusammengetragen. Läuter
29.10.2017

Kunst trifft Karikatur: Zum 34. Mal zeigen Eutinger Künstler ihr Können im alten E-Werk

Eindrücke einer Nordlandreise hat Reinhard Schickle auf seinen Leinwänden mit Acrylfarbe, Pinsel- und Spachteltechik eingefangen. Herausgekommn sind dabei großfomatige Bilder, die von strahlendem Blau, saftigem Grün und jeder Menge Ruhe beim Betrachten gekennzeichnet sind.

Spitzbergen, das Nordkap oder auch Island durfte Schickle dieses Jahr auf seiner Reise bestaunen und kam tief beeindruckt und inspiriert zurück nach Hause: „Wasser, Meer und Stimmungen haben mich in ihrer unerschöpflichen Vielfalt fasziniert.“ Dafür sei er gerne auch mal früh morgens gegen drei oder vier Uhr aufgestanden, wie er am Freitagabend bei der Vernissage der Ausstellung „Kunst in Eutingen“ im alten E-Werk vor gut 80 Gästen sagte.

Schafffenspalette aus 30 Jahren

Betitelt ist die mittlerweile 34. Ausstellung der Reihe mit den Worten „Kunst trifft Karikatur“ wobei für letztere der ehemalige Physik- und Geographielehrer und Vollblutkarikaturist Gerald Manz verantwortlich zeichnet. Anders als Schickles Werke, die allesamt im laufenden Jahr enstanden sind, zeigte Manz eine breite Auswahl seines Schaffens. Die gut 60 Karikaturen stammen aus den Jahren 1987 bis heute. Im Fokus seiner Auswahl finden sich immer wieder die Themen Verkehr, Umwelt und natürlich die zwischenmenschlichen Beziehungen. Allerdings, so betonte Manz in seiner Eröffnungsansprache, versuche er stets, die Balance zu halten, um zwar Kritik an der Gesellschaft zu üben dabei aber nicht verletzend zu werden. Wie der Ort des jeweiligen Schaffens der beiden aussieht, konnten Besucher im hinteren Teil des alten E-Werks betrachten, wo die beiden jeweils einen Tisch samt Materialien aufgebaut hatten.

Umrahmt wurde die Vernissage von dem rund 30-köpfigen Eutinger Chor Contrast 21 unter der Leitung von Thomas Schmidt. Ortsvorsteher Helge Hutmacher dankte auch dem Verein „Eutingen lebt“ (Eule) für die Unterstützung.

Zu sehen sind die mal beruhigenden, mal anregenden, nachdenklich machenden und amüsanten Werke von Schickle und Manz noch bis 12 November. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils samstags zwischen 14 und 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.