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Sie hatten Freude an den Geschichten rund um die Oststadt: Die Teilnehmer der Führung von Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch. Foto: Frommer
Sie hatten Freude an den Geschichten rund um die Oststadt: Die Teilnehmer der Führung von Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch. Foto: Frommer
01.05.2017

Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch führt durch die Pforzheimer Oststadt

Pforzheim. Viel Hintergrundwissen zur Oststadt: Die jüngste Exkursion mit Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch führte vom Emma-Jäger-Bad zum Museum für Archäologie am Kappelhof. Die Begrüßung der knapp 30-köpfigen Teilnehmer-Gruppe übernahm diesmal Werner Alois Schödl, aus dem Vorstand der Löblicher Singergesellschaft von 1501.

Das gerne zitierte Goethe-Wort – „Man sieht nur, was man weiß“ – es trifft natürlich auch auf die wichtigsten öffentlichen Gebäude der Pforzheimer Oststadt zu. Und wird das Wissen um die eigene Stadt so unprätentiös und – im besten Sinne des Wortes – „en passant“ vermittelt, wie es Claudia Baumbusch beherrscht, dann fügen sich kleine, nur scheinbar beiläufige Details zu einem komplexen Gesamteindruck, der tatsächlich allerbeste Chancen hat, sehr lange im Gedächtnis haften zu bleiben.

Ausgangspunkt der geführten Exkursion durch die Oststadt war das „alte“ Emma – das aktuelle Kreativzentrum und ehemalige Stadtbad. Im Foyer des im Jahr 1911 eröffneten Gebäudes würdigte Claudia Baumbusch die kinderlos gebliebene Stifterin Emma Jäger, deren großzügige Spende die Stadt erst in die Lage versetzte, ein zum Fluss gewandtes Volksbad zu errichten. Nur wenige Jahre zuvor war die Heilwirkung von Frischluft und Sonnenstrahlen zum allgemeinen Wissensstand der Medizin gereift. „Dem Geist der Zeit entsprechend“, berichtete Claudia Baumbusch, „war das Frauenbad anfangs deutlich kleiner als das Männerbad“.

Die Teilnehmer erhaschten, gewissermaßen als Vorgriff auf den für Sonntag, 7. Mai, anberaumten „Tag der offenen Tür“ im Emma-Kreativzentrum, einen Blick ins modernisierte Innere, erfuhren, wo sich das ehemalige Hundebad befand, dass der verzierte Turm des Bads den profanen Zweck eines Wasserspeichers erfüllte und – eher zufällig – dass das benachbarte Café Roland ab Mittwoch, 14. Mai, (jetzt mit Heizung) wieder eröffnet und vegetarische Gerichte anbieten wird.

Die Fassade des denkmalgeschützten Turms der ehemaligen Alfons-Kern-Schule im Blick, erläuterte Baumbusch das als Sonnenuhr gestaltete Relief von Wolfgang Kappis und die geplante weitere Bebauung des umgebenden Freigeländes. Die weiteren Stationen der sonntäglichen Exkursion waren das nahegelegene Inselschul-Areal, das seinen Namen Pulver- und Eichmühlenkanal verdankt, die Altstadtkirche und das unlängst neu gestaltete Museum für Archäologie.

www.loebliche-singer-pforzheim.de

http://claudiabaumbusch.de