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Zur offenbar geduldeten Normalität geworden: unkontrolliertes Parken in der Lammstraße. Die Stadtverwaltung will nun einschreiten. Foto: Ketterl
Zur offenbar geduldeten Normalität geworden: unkontrolliertes Parken in der Lammstraße. Die Stadtverwaltung will nun einschreiten. Foto: Ketterl
14.05.2018

Kurioser Branchenmix in der Lammstraße: Wenn die „Hinterhöfe“ ihr Gesicht verändern

Pforzheim. Es hat eine gewisse Faszination – zu erleben, wie die Stadt ihr Gesicht verändert. In sehr positiver Weise! Überall wird gebaut, werden neue Akzente gesetzt. Die Fußgängerzone wird im Eiltempo aufgemöbelt. Aber dann gibt es da wieder Erscheinungen der ganz anderen Art. Wie in der Lammstraße.

Unverändert eine stark frequentierte Passage von der Fußgängerzone hinunter an den noch unfertigen „Boulevard“, der bislang keine Chance hatte, ein solcher zu werden. Mit ungläubigem Staunen ist zu beobachten, wie sich hier ein seltsamer Branchenmix etablierte.

Während schon die Leopoldpassage mit ihren Leerständen offenbar nicht mehr zu „bespielen“ ist, hat sich nach der altersbedingten Schließung etablierter Fachgeschäfte und dem teilweisen Verkauf der Häuser im Hinterhof von Galeria Kaufhof eine ungute Entwicklung vollzogen. Die parallele Brüderstraße mit den beiden italienischen Gelati-Machern und dem rührigen Müssle-Team funktioniert noch sehr ordentlich; aber unweit daneben beginnt, was weder innerstädtisches Flair noch die Aufenthaltsqualität beflügelt.

In Reichweite von gerade mal 100 Metern haben sich hier zwei Nagelstudios, zwei Friseur-Salons und in direkter Nachbarschaft – siamesischen Zwillingen gleich – zwei Bars arabischen Flairs etabliert.

Wenn selbst an einem Ausgeh-Samstagabend hier gähnende Leere herrscht, darf die Frage nach dem Erfolg dieser „Veranstaltung“ gestellt werden. Dies umso mehr, weil zwanzig Meter weiter unten – nur durch einen nahöstlichen Friseursalon unterbrochen – gerade eine weitere Bar mit den üblichen Installationen vor der Eröffnung steht. Diese Ansammlung von Trink- und Teestuben ist umso bemerkenswerter, weil jenseits der Zerrennerstraße – im „Gelben Haus“ – sich bereits ähnliche Etablissements in ausreichender Zahl befinden. Therapiestätten der etwas anderen Art.

Wildes Parken

Die Bürgermeister-Riege hat zumindest beschlossen, der Lammstraße insoweit ihren Charakter als Fußgängerzone zurückzugeben, als man kurzfristig Maßnahmen ergreifen will, damit jene Autos nicht mehr einfahren dürfen, die keine Berechtigung haben.

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Meiricher
15.05.2018
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Trefflicher kann man wohl nicht formulieren, warum viele Urpforzheimer sich fremd in der eigenen Stadt fühlen. Dass ganze Häuserzeilen von ausländischen, "orientalischen" "Investoren" aufgekauft werden, ist schon bemerkenswert. Zumal es Anzeichen dafür zu geben scheint, dass diese Finanzierungen gezielt von den Herkunftsländern der Käufer gefördert oder getragen werden. Nach Mühlankara nun Pforzstanbul! mehr...

spirit
16.05.2018
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So sieht Multi Kulti Bunt dann halt aus. In Mannheim und anderen Großstädten sind ganze Straßenzüge und Stadtviertel so. Kommt bei uns noch alles. mehr...