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Bryan Wolf stellt die Arbeiten seiner Studenten vor. Foto: Eickhoff
Bryan Wolf stellt die Arbeiten seiner Studenten vor. Foto: Eickhoff
15.12.2015

Kurzfilmabend im Kommunalen Kino mit dem Titel „DesignPF-Shorts“

Pforzheim. Es ist eine Frau mit einem Sektglas in der rechten Hand zu sehen. Von der Seite fliegen Luftschlangen ins Bild. Sie verzieht keine Miene. Der Kurzfilm läuft unter dem Titel: Spaßgesellschaft. Oder ein freudlos dreinblickender Mann schiebt sich einen aufgespießten Kloß in den Mund – der Titel des knappen Bildstreifens: Trauerkloß. Treffsicher und herrlich ironisch stellten sich die Fingerübungen des ersten Semesters in Form von mehrsekündigen Kurzfilmen der Fakultät für Gestaltung in Pforzheim unter der Leitung von Nadine Hecht beim Kurzfilmabend im Kommunalen Kino mit dem Titel „DesignPF-Shorts“ vor.

„Man muss schon ein neugieriger Mensch sein, um einmal die Filme der Hochschule zu Gesicht zu bekommen. Die Gelegenheit bietet sich nur bei der zweimal im Jahr stattfindenden Werkschau. Aus diesem Grund freut es mich doppelt, das wir hier schon zum zweiten Mal den Vorhang für eine breite Auswahl dieser Werke öffnen dürfen“, begrüßte Christine Müh, Leiterin des Kommunalen Kinos, die Filmbegeisterten am Montagabend.

Die über einstündige Film- und Audiokunst zeigte Projekte aus den vergangenen ersten bis sechsten Semestern, zu denen Müh auch die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Steubenstraße einlud. Durch die reduziert gesprochene, deutsche Sprache konnten die ausländischen Gäste den Filmen gut folgen. Die Projekte spielten primär mit der Bildsprache, die sich von Fotografien, Illustrationen bis zu filmischen Darbietungen zog sowie Audiobeiträgen aus verschiedensten Bereichen wie der Abstraktion oder dem Alltag.

Bilder zu Zitaten

Bei den sechs Arbeiten der Studenten des dritten Semesters von Bryan Wolf war es von Vorteil, die Augen zu schließen und genau zuzuhören. „Die Studenten erhielten abstrakte Zitate aus dem Roman Der Distelfink von Donna Tartt, für die sie eine eigene Klangart finden sollten“, erläuterte Wolf. Entstanden sind beeindruckende Werke, die zum Nachdenken anregen und die Fantasie gepaart mit den düsteren Zitaten spielen lassen. Das Leben auf der Straße fangen die kurzen, kraftvollen Video-Sequenzen mit dem Thema „Zeit“ ein, unter der Leitung von Professor Susan Hefuna aus dem dritten Semester. Dozent Patrick Grossien widmete sich mit dem sechsten Semester in Trickfilm Teasern von Romanen und Filmen, die die Studenten auf moderne Weise typografisch, fotografisch und illustrativ umsetzten.

So zeigten die Designstudenten kurz, skurril und experimentell, was mit Film und Audio alles möglich ist und nicht nur der klassische Film auf der Leinwand Spannung und Erheiterung hervorrufen kann.