nach oben
So kennt man Hans-Joachim Bruch (rechts): Der Mann mit Laptop, Tablet und Smartphone ist nicht nur bestens vernetzt, er leistet auch gerne Aufklärungsarbeit und vertraut dabei seinen digitalen Medien, wie hier im Gespräch mit PZ-Redakteur Marek Klimanski.
So kennt man Hans-Joachim Bruch (rechts): Der Mann mit Laptop, Tablet und Smartphone ist nicht nur bestens vernetzt, er leistet auch gerne Aufklärungsarbeit und vertraut dabei seinen digitalen Medien, wie hier im Gespräch mit PZ-Redakteur Marek Klimanski. © Seibel
08.09.2016

LBBH-Stadtrat Bruch macht jetzt gemeinsame Sache mit der CDU

Pforzheim. Seit 2004 sitzt Hans-Joachim Bruch für die Liste BürgerBeteiligungsHaushalt (LBBH) im Pforzheimer Gemeinderat, seit 2005 in einer Fraktionsgemeinschaft mit den Freien Wählern und den Unabhängigen Bürgern (UB). Der Stadtrat, der 2009 als Oberbürgermeisterkandidat größere Aufmerksamkeit erhielt, hat das kommunalpolitische Sommerloch mit zwei Aktionen gefüllt. Die jüngste dürfte wieder für reichlich Gesprächsstoff sorgen.

Erst verließ Bruch die Fraktionsgemeinschaft, weil ihm UB-Stadtrat Thomas Goßweiler zu sehr mit den Ideen der AfD schwanger ging. Bei den Unabhängigen Bürgern sprach man von einem „Imageschaden“, doch es gibt auch handfeste Nachteile was die kommunalpolitische Arbeit im Rathaus betrifft. Nun will LBBH-Stadtrat Bruch mit der CDU gemeinsame Sache machen. Der Parteiendschungel im Pforzheimer Rathaus mit Vertretern von elf Parteien und zwei Ex-Grünen wird dadurch zwar nicht übersichtlicher, aber die CDU freut sich über eine nun 13-köpfige Fraktionsgemeinschaft.

Für Bruch und die CDU scheint das eine Win-Win-Situation zu sein. Der Dillweißensteiner und freie Berater des Umweltbundesamtes in Sachen Leerlaufverluste will bei den Konservativen unaufdringlich Überzeugungsarbeit leisten und glaubt, mit der großen Volkspartei im Rücken weniger Leerlauf im Gremium zu erleben, sondern mehr bewegen zu können. In der CDU scheint man den Sachverstand des Pforzheimer Entwicklungsingenieurs und "digital natives" gut gebrauchen zu können. Bruch ist stadtbekannt, bestens vernetzt. Das hat er mit seinem Stimmaufkommen als LBBH-Kandidat bewiesen, das kann auch in einer Fraktionsgemeinschaft mit der CDU von Vorteil für den großen Partner sein.

Politische Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten müssen zwar erst noch herausgearbeitet werden, aber Bruch scheint da flexibel zu sein.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.