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Auch wenn’s den Anschein hat: Gebetet wurde beim Interview mit Landesbischof Cornelius-Bundschuh nicht. Foto: Bechtle
Auch wenn’s den Anschein hat: Gebetet wurde beim Interview mit Landesbischof Cornelius-Bundschuh nicht. Foto: Bechtle
08.05.2015

Landesbischof Cornelius-Bundschuh vertraut auf die Kraft des Glaubens

Pforzheim. Seit Jahren hat die evangelische Kirche schwindende Mitgliederzahlen zu beklagen. Jochen Cornelius-Bundschuh ist trotzdem nicht bange. Im PZ-Redaktionsgespräch erklärt der badische Landesbischof, warum er auf die Kraft des Glaubens vertraut. Im Wandel begriffen seien ja auch nicht nur die Kirchen. Und die zentralen Fragen des Glaubens seien nach wie vor wichtig für die Gesellschaft - "heute und auch in zehn oder 50 Jahren".

Cornelius-Bundschuh, der seit fast einem Jahr der evangelischen Kirche in Baden vorsteht, zeigt sich im Interview als Moderator zwischen den Welten - zwischen Jung und Alt, modern und konservativ. Neuartige Veranstaltungsformen in der Kirche begrüßt der 57-Jährige, weil sie junge Menschen für den Glauben begeistern. Ein "Vater unser" gehört für den gebürtigen Fuldaer dennoch zum Gottesdienst dazu. "Es ist wichtig, dass unsere Mitte bei aller Offenheit und Freiheit zur Gestaltung erkennbar wird." Offen zeigt sich Cornelius-Bundschuh auch für die Anerkennung sexueller Vielfalt in der Kirche. Eine kirchliche Segnung gibt es in Baden derzeit nicht, in anderen Landeskirchen aber durchaus. Cornelius-Bundschuh will mit der Synode darüber ins Gespräch kommen.