nach oben
Es geht los: Beim Sponsorenlauf im Enzauenpark gehen auch viele Mitarbeiter von Unternehmen an den Start. Späth
Freuen sich über die vielen Teilnehmer: Dieter Jäger, Dennis Bangalie und Pastor Franz Eichele (von links).
Auch mit dabei: der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum (links) und OB Gert Hager.
17.07.2016

„Lauf für das Leben“ bewegt die Menschen

Ob die Teilnehmer laufen, walken oder sich schieben lassen, spielt keine Rolle: Jeder zurückgelegte Kilometer lässt die Kasse klingeln. Beim neunten „Lauf für das Leben“ schwitzten 1521 Läufer, Hunde und sogar Ponys für den guten Zweck.

Seit 15 Jahren gibt es den Spendenlauf, der alle zwei Jahre von den evangelisch-methodistischen Gemeinden aus Bauschlott, Eutingen, Birkenfeld, Neuenbürg und Pforzheim organisiert wird. Die zwei Laufrouten durch den Enzauenpark mit zwei oder fünf Kilometern Länge waren am Samstag von bunten Läufergruppen bevölkert. Insgesamt legten die Teilnehmer 17 524 Kilometer zurück – rund 1000 mehr als 2014. Werden die Spendenzusagen der Unternehmen eingehalten, rechnen die Veranstalter mit 113 000 Euro.

Bildergalerie: Tausende laufen beim "Lauf für das Leben" für den guten Zweck

Jeder Läufer hatte sich vor dem Start Sponsoren gesucht, die für jeden zurückgelegten Kilometer einen festgelegten Betrag spenden. Stolze 140 Sponsoren hat der 14-jährige Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums, Torben Kretz, aufgetrieben – der Rekord.

Die Weltmission hat sich entschieden, mit dem gespendeten Geld das westafrikanische Land Sierra Leone zu unterstützen, das stark unter den Auswirkungen des Ebola-Virus leidet. Dennis Bangali, der Verantwortliche für die unterstützten Projekte aus Sierra Leone, freute sich über die zahlreichen Teilnehmer. „Es werden mehrere Projekte gefördert, die Frauen und Mädchen aus Konomusu eine bessere Ausbildung ermöglichen, Stipendien finanzieren und Krankenschwestern und Mediziner fortbilden“, erklärte er.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum und Oberbürgermeister Gert Hager tauschten für den guten Zweck Anzug und Krawatte gegen Sportkleidung und Laufschuhe. Sie absolvierten die Zwei-Kilometer-Runde. 319 Läufer gingen allein für die Firma Klingel an den Start, knapp 140 für die Arlinger-Schule sowie Mitarbeiter regionaler Unternehmen und Organisationen. Die jüngsten Läuferinnen waren ein Jahr alt. Die Älteste – die 90-jährige Mafalda Trick aus Neuenbürg – hat 87 Sponsoren gewonnen und mit 8550 erlaufenen Euro die höchste Spendensumme erreicht. Zehn Läufer schafften es, die 40-Kilometer-Marke zu knacken. Uwe Hamberger, Thomas Honig und Anke Drescher liefen sogar je 45 Kilometer.

Die Vielfalt der Läufer und die fröhliche Atmosphäre machen den Spendenlauf für viele zu einem besonderen Event. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen waren die Bedingungen für die Läufer nahezu optimal. „Es heißt nicht umsonst ‚Lauf für das Leben‘ und nicht ‚Lauf um dein Leben‘“, betonte Dieter Jäger vom Veranstaltungsteam. Im Vordergrund stehe nicht der Wettkampfgedanke, sondern die gegenseitige Motivation, der Spaß an der Bewegung und das Spendensammeln. Zehn Bereichsleiter und 150 Ehrenamtliche kümmerten sich um die Teilnehmer. Da die organisatorischen Kosten von den Sponsoren getragen werden, können die Spenden zu 100 Prozent den Hilfsprojekten zugute kommen.

Leserkommentare (0)