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23.12.2009

Lebende Tiere sind fragwürdiges Last-Minute-Geschenk

PFORZHEIM. Noch schnell an Heiligabend ins Zoogeschäft und spontan ein lebendiges Geschenk erwerben – keine gute Idee, meint Ute Andok, die Leiterin des Pforzheimer Tierheims. Sie warnt Kurzentschlossene vor dem Kauf von Tieren. Diese Weihnachtsgeschenke würden allzu oft schon wenige Tage nach dem Fest auf der Straße oder im Tierheim landen.

Oft wolle eben die Oma gar keine neue Katze oder der mit einem Hund beglückte Enkel sei mit dem Vierbeiner völlig überfordert, so Ute Andok. Wer eine Katze oder einen Hund aus dem Tierheim holen will, muss nachweisen, dass er den künftigen Hausgenossen auch artgerecht versorgen kann. Die Tierheim-Mitarbeiter kontrollieren das nach, zum Beispiel bei nicht angekündigten Hausbesuchen.

Auch müssen die Interessenten schriftlich versichern, dass sie das Tier nicht verschenken. Denn häufige Wechsel der Umgebung verursachen gerade bei Kleintieren schädlichen Stress.

Wenn jemand an Heiligabend unbedingt noch ein Kuscheltier verschenken möchte, könne ihm, so die Tierheim-Leiterin, auf anderem Wege geholfen werden – mit einem pflegeleichten, flauschigen Stofftier. jtm