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Symbolbild: Lebensgefahr: Auf Waggon geklettert, Stromschlag erlitten
Lebensgefahr: Auf Waggon geklettert, Stromschlag erlitten © Symbolbild: dpa
12.05.2012

Lebensgefahr: Auf Waggon geklettert, Stromschlag erlitten

Pforzheim. Leichtsinniges Verhalten ist einem 28-jährigen Pforzheimer zum Verhängnis geworden, als er auf einen Waggon eines abgestellten Güterzuges gestiegen war und dabei einen Stromschlag erlitt. Der Mann kletterte am Samstagmorgen um 5. 04 Uhr auf den Waggon im Bereich des Pforzheimer Hauptbahnhofes. Dabei geriet er in die Nähe einer Stromleitung und erlitt einen Stromschlag. Die Folge waren schwerste Brandverletzungen und eine Kopfverletzung durch den Sturz.

Eine 28-jährige Begleiterin des Mann erlitt Brandverletzungen an den Händen und einen schweren Schock. Die sofort verständigten Rettungskräfte konnten erst zum Schwerverletzten vordringen, nachdem die Stromleitung durch Mitarbeiter der Deutschen Bahn geerdet worden war. Beide Verletzten wurden in Krankenhäuser eingeliefert, der 28-jährige Mann wurde zwischenzeitlich in eine Spezialklinik für Brandverletzungen verlegt. Es besteht akute Lebensgefahr. Die ersten Maßnahmen am Unfallort wurden durch die Polizeidirektion Pforzheim und die Bundespolizei Karlsruhe koordiniert. Ein Notfallmanager der Bahn war ebenfalls vor Ort. Der Zugverkehr wurde bis 6.00 Uhr komplett gesperrt. Die Güterstraße musste ebenfalls während des Rettungseinsatzes gesperrt werden. Die Kriminalpolizei Pforzheim wurde wegen der Schwere der Verletzungen in die Ermittlungen zum Unfallhergang eingeschaltet.

Die Feuerwehr Pforzheim war mit 6 Fahrzeugen und 19 Mann im Einsatz, außerdem waren zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug vor Ort.
 
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass das Betreten der Gleisanlagen für Unbefugte streng verboten ist. Das Klettern auf Züge oder Waggons ist darüber hinaus lebensgefährlich. Die Fahrleitungen oberhalb der Gleisanlagen stehen unter Hochspannung von bis zu 15.000 Volt.

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