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Viel Spaß beim Familienduell am Tisch-Kicker haben Uwe Hück und Sohn Lam Anh Hück gegen Benedikt und Stefan Mappus (von rechts). Als Schiedsrichter fungiert Renate Schöler, die Leiterin der Lernstiftung. Foto: Jürgen Keller

Lebhaftes Treiben beim Fest der Lernstiftung Hück

Pforzheim. Getreu dem Motto der Lernstiftung Hück „Sei dabei“, hat das dritte Sommerfest an der Maxi einen großen Zuspruch verzeichnet. Erfreut darüber zeigten sich neben dem Hausherrn Uwe Hück und seinem Sohn Lam Anh Hück, der sich in der Stiftung als ehrenamtlicher Geschäftsführer und Thai-Box-Trainer einbringt, auch Renate Schöler, die Leiterin der Lernstiftung.

Hück war auch voll des Lobes gegenüber der Familie Nguyen, die die Einnahmen aus dem Verzehr in vollem Umfang der Lernstiftung spendete. Da die Stiftung keine städtische Unterstützung erhält, ist diese auf die Öffentlichkeit und Spenden angewiesen. So steigt der SPD-Kommunalpolitiker unter dem Motto „Blaue Flecken für soziale Zwecke“ seit 2013 in den Boxring, wie erneut am 19. Oktober zum Rückkampf in der Bertha-Benz-Halle um die Charity-Weltmeisterschaft gegen Firat Arslan. Auch dort soll dann ein Teil der Erlöse der Lernstiftung zufließen.

Beim Sommerfest waren die Bänke rund um den Tischfußball ständig besetzt, und auch in den Innenräumen gab es lebhaftes Treiben. Die Zumba-Mitmach-Aktion kam bei den Besuchern gut an, so mancher hatte Sport- oder Trainingskleidung mitgebracht und machte gleich mit. Hück und Schöler brachten zum Ausdruck, dass Zumba wie auch Yoga bei den männlichen Gästen einen großen Zulauf verzeichnet. Gut aufgestellt ist die Stiftung auch bei den weiblichen Besuchern mit einer steigenden Tendenz. Die Lernstiftung wurde 2013 ins Leben gerufen und ist seit 2015 an der Maxi 46 untergebracht. Zweck ist die Förderung von Jugend- und Erwachsenenbildung. Durch Bildung und Sport sollen jungen Menschen Chancen im Berufsleben ermöglicht werden, die ihnen sonst verschlossen bleiben.

„Die Verknüpfung von Sport und Bildung ist der richtig Weg“, bekräftigt Uwe Hück. Die Jugendlichen erfahren Hilfe von der Stiftung nicht nur bei Sprachkursen oder der Hausaufgabenbetreuung, sondern auch Unterstützung bei Bewerbungsschreiben und der Ausbildungsplatzsuche. So steht der vor vier Jahren aus Afghanistan geflüchtete Bashir Ghassemi auf dem Sprung, ein Großer zu werden, denn im Vorkampf von Hück möchte sich der junge Sportler die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft im Thai-Boxen erkämpfen.

Zugehörig sind 300 Jugendliche und Erwachsene im Alter von sieben bis 50. Die Lernstiftung betreut auch rund 80 Flüchtlinge, die Deutsch lernen, Sport machen und in Pforzheim gemeinnützige Aufgaben übernehmen. Jeder im Lernbereich hat Zugang zum Sportbereich. Eine Besonderheit ist nach Aussage des ehemaligen Porsche-Betriebsratschefs, dass in der Lernstiftung auch Sozialdienstableister ihren Arbeitseinsatz erbringen, die oft gerne da bleiben. „Wo Hilfe gebraucht wird, sind wir da“, bekräftigt Hück. Man müsse mithelfen, denn man könne die Jugendlichen nicht sich selbst erziehen lassen.