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Dank der Initiative von Feinkost-Müssle – im Bild der Schwiegersohn von Helmut Müssle, Daniele Fedele – ist wenigstens das Schaufenster vom früheren Herrenausstatter Steimel bestückt.  Ketterl
Dank der Initiative von Feinkost-Müssle – im Bild der Schwiegersohn von Helmut Müssle, Daniele Fedele – ist wenigstens das Schaufenster vom früheren Herrenausstatter Steimel bestückt. Ketterl
Apothekergässchen: Im Bankstore fließt kein Geld mehr.
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Apothekergässchen: „Gaby’s women“ gibt’s noch bis 24. Februar.
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Lammstraße: Betten-Jost war ein Traditionsgeschäft.
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Lammstraße: Juwelier Cira zieht nächste Woche in die Fußgängerzone.
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Lammstraße: zuletzt „Vanila“, seit Jahren nur noch hässlich.
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Apothekergässchen: Kindermoden sind ausgezogen.
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05.02.2016

Leerstand in Pforzheim: mit Fantasie gegen die Tristesse

Wenigstens etwas: Mit Bollinger-Champagner (der auch James Bond so gut schmeckt), Single Malt Whisky, Ochsenschweifsuppe aus der Dose und feinstem Obstsaft kämpft Helmut Müssle, Inhaber des gleichnamigen Feinkostgeschäfts am Apothekergässchen, gegen die Tristesse. Genauer gesagt: gegen den drei Jahre währenden Leerstand des einstmals exklusivsten Herrenausstatters der Goldstadt.

Bei Dieter und Lilo Steimel deckte sich der betuchte Mann mit Versace, Armani, Lagerfeld oder Dolce & Gabbana ein. „Das war mal die Nobelmeile von Pforzheim“, sagt Müssle: sein Feinkostgeschäft, Steimel und Schuh-Charlotte. Am ersten Weihnachts-Wochenende, als die Kunden – auch von außerhalb – in die Innenstadt geströmt sind, habe er sich gesagt: „Das ist doch keine Visitenkarte für eine Großstadt.“ Er habe dem Eigentümer – die Investmentberatungsgesellschaft FLE mit Hauptsitz in Wien – angeboten, auf eigene Rechnung die Fensterfront vom Taubenkot zu reinigen und das Schaufenster zu bestücken. Müssle: „Wenn die einen Nachmieter finden, bin ich in 24 Stunden wieder draußen.“Direkt im Anschluss ist auch der ehemalige Bankstore zu vermieten – keine Rede mehr von „Top-Konditionen zum Anfassen“. Und daran anschließen, wird ab 29. Februar auch das Bekleidungsgeschäft von Gaby Müller verwaist sein. Der 24. Februar ist der letzte Verkaufstag. Im Auftrag des Besitzers der ganzen Immobilie zwischen Marktplatz und Blumenstraße – ein Teil ist an die Volksbank, ein anderer an die Stadtverwaltung vermietet – wurden von einem Immobilienmakler bereits mehrere Interessenten durchs Erdgeschoss geschleust. Theoretisch ist auch eine en-bloc-Vermietung denkbar. Nach PZ-Informationen handelt es sich bei einem der Interessenten um eine Gastronomiekette.

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