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Vor ein großes Rätsel stellen in der Nagold bei Pforzheim-Dillweißenstein gefundene Leichenteile die Kriminalbeamten. Die Identifizierunh dürfte schwierig werden. © Seibel
16.06.2010

Leichenteile aus der Nagold bei Dillweißenstein geborgen

PFORZHEIM. Streifenpolizisten, Kriminalbeamten und Feuerwehrleuten haben am Dienstag kurz nach 18 Uhr unterhalb der Bogenbrücke in Dillweißenstein eine traurige Pflicht zu erfüllen gehabt. Ein menschlicher Torso trieb in Höhe der Fischtreppe in der Nagold.

Bildergalerie: Leichenteile in der Nagold gefunden

Möglicherweise handelt es sich bei der oder dem Toten um eine seit 8. Mai als vermisst gemeldete 49-jährige Frau aus Pforzheim. Eine Obduktion durch das Gerichtsmedizinische Institut der Uni Heidelberg soll heute Nachmittag Klarheit über Geschlecht und Identität der Leiche geben.

Zehn seiner Leute, so Feuerwehrkommandant Volker Velten gegenüber der „Pforzheimer Zeitung“, seien am Fundort gewesen, sowohl Berufsfeuerwehrmänner als auch Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr. Der Einsatz dauerte bis nach 21.30 Uhr.

Die als selbstmordgefährdet eingestufte Vermisste war Anfang Mai von Pforzheim aus mit der Kulturbahn in Richtung Horb abgefahren. Angeblich hatte sie vor, sich selbstständig in die Landesklinik Nordschwarzwald, Zentrum für Psychiatrie Calw-Hirsau zu begeben. Nach Ermittlungen der Polizei war die 49-Jährige jedoch bereits in Dillweißenstein aus der Regionalbahn ausgestiegen. Mehrere Tage lang suchten Polizei und Rotes Kreuz – auch mit Hunden – nach der Vermissten und durchkämmten zwischen Dillweißenstein, Unterreichenbach und Huchenfeld mehrere Quadratkilometer Wald. Ebenfalls im Einsatz war ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Nach mehreren Tagen stellte die Polizei die Suche ein. Man habe keine Hoffnung mehr, die Frau lebend zu finden, hieß es aus Polizeikreisen.

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