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An der Kreuzung von Östlicher Karl-Friedrich-Straße und dem Schloßberg gab es schon mehrere Behinderungen während der Leitungsarbeiten im Zuge des Großprojekts City-Ost. Jetzt wird die Kreuzung für fünf Tage komplett gesperrt.  Foto: Moritz 

Leitungsverlegung für Großprojekt City-Ost kurz vor Abschluss: Letzte große Vollsperrung ab Montag

Pforzheim. Die vorbereitenden Leitungsarbeiten zum Großprojekt Innenstadtentwicklung Ost stehen kurz vor dem Abschluss. Bis Mitte August sollen alle Leitungen verlegt, alle Gräben verfüllt und alle Fahrbahn- und Gehwegbeläge wieder verschlossen sein. Doch noch steht eine fünftägige Komplettsperrung einer zentralen Pforzheimer Kreuzung bevor.

In einem der letzten größeren Arbeitsschritte ist die Wiederherstellung der Asphaltfahrbahn der Kreuzung Schloßberg/Östliche vorgesehen. Vom 27. bis 31. Juli werden dazu sämtliche provisorisch eingebauten Beläge ausgebaut und durch einen Asphaltoberbau ersetzt. Anschließende Markierungsarbeiten und die Wiederinbetriebnahme der stationären Ampelanlage bilden den Abschluss der Arbeiten. Zu diesem Zweck muss die Kreuzung komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Die großräumige Umleitung erfolgt über den Innenstadtring. Anlieferungen für Gewerbetreibende können nur über die Westliche Karl-Friedrich-Straße beziehungsweise die Blumenstraße erfolgen.

Baumaßnahme nach 16 Monaten punktgenau fertiggestellt

Wie die Stadtwerke Pforzheim und die Projektleitung von Weber-Ingenieure betonen, konnte die 16 Monate andauernde Baumaßnahme punktgenau fertiggestellt werden. Das vertraglich vereinbarte Bauende vom 31. August wird, trotz verschiedener Unabwägbarkeiten, somit eingehalten. Corona-bedingte Unterbrechungen sind ausgeblieben.

Rund 25 Kilometer Versorgungsleitungen für die Trinkwasser-, Gas-, Fernwärme- und Stromversorgung wurden in kleinen, vielfach im Baubüro vor Ort festgelegten, Bauphasen verlegt und in Betrieb genommen. Parallel verlegte der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim im selben Baufeld rund 300 Meter Abwasserkanäle unter ebenfalls schwierigen Bedingungen.

Rund 12.000 Tonnen Erd- und Schottermaterial bewegt

An die 12.000 Tonnen Erd- und Schottermaterial wurden unter den wachsamen Augen der Kampfmittelexperten bewegt und entsorgt. Was gelegentlich unkoordiniert erschienen sein mag, hatte System und die gemachten Vorgaben wurden von einer schlagkräftigen und umsichtigen Baufirma vor Ort umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit den Fachleuten des Grünflächen- und Tiefbauamtes, des Eigenbetriebs Städtentwässerung Pforzheim, der Feuerwehr, dem Amt für öffentliche Ordnung und den bauleitenden Ingenieurbüros war jederzeit konstruktiv, wie die SWP bescheinigen.

Ebenfalls zufrieden zeigen sich die Verantwortlichen, dass Großveranstaltungen wie OechsleFest, verkaufsoffener Sonntag und Weihnachtsmarkt unwesentlich von den Bautätigkeiten negativ beeinflusst wurden. Aus anderem Blickwinkel betrachtet – durch die gute Organisation des Bauablaufs kam es zu keiner Zeit zu einem Stillstand der Bauarbeiten während der Veranstaltungen, was andernfalls zu empfindlichen Kostensteigerungen hätte führen können.