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Beim Übergang von der Hauptschule ins Berufsleben haben Alper Karakus und Marbin Elia große Hilfe von ihrem Lernbegleiter Karl-Heinz Gräßle (von links) erhalten.
Beim Übergang von der Hauptschule ins Berufsleben haben Alper Karakus und Marbin Elia große Hilfe von ihrem Lernbegleiter Karl-Heinz Gräßle (von links) erhalten. © Seibel
04.08.2011

Lernbegleiter als Helfer fürs Leben

Pforzheim. Karl-Heinz Gräßle ist einer, der Leute kennt. „Das ist heutzutage das A und O, wenn man etwas erreichen will“, sagt der 75-jährige pensionierte Schulleiter. Durch einen Artikel in der PZ wurde er im Oktober auf das Lerngebleiter-Projekt des Stadtjugendrings aufmerksam.

Er kontaktierte die Koordinatorin Alison Bussey und erhielt prompt den Kontakt Marbin Elia. Dem 18-jährigen Kurden ebnete er den Weg zu seiner Maler-Ausbildung, die im September beginnt. Von seinen guten Erfahrungen mit dem Lernbegleiter berichtete Marbin Elia seinem 18-jährigen, aus dem Irak stammendem Freund Alper Karakus. Er hatte sich bereits selbst um einen Job bemüht, erhielt jedoch nur Absagen. Also nahm sich Gräßle seiner an und suchte mit ihm zusammen nach einer Lehrstelle als Einzelhandelskaufmann im Modebereich. Beide waren bestürzt von den Vorurteilen gegenüber Ausländern, denen sie dabei begegnet sind. Schließlich fanden sie einen Ausbildungsplatz im "Goldenen Anker". Auch, wenn der 75-Jährige seine Hauptaufgabe nun erfüllt hat, will er den Kontakt zu den beiden jungen Männern aufrecht erhalten. Die drei planen bereits einen Besuch im Schmuckmuseum und wollen zusammen ins Theater. Lerngeleiter wird Gräßle weiterhin bleiben. Und er hat auch schon so eine Ahnung, dass er im neuen Schuljahr wieder gefordert sein wird.

Wer sich als ehrenamtlicher Lernbegleiter beim Stadtjugendring engagieren will, meldet sich bei Alison Bussey telefonisch unter (0 72 31) 1 44 28 14. dan