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Sie arbeiten zusammen: Gunter Felger, Ali, Michael, Claudia Besel, Miguel, Andrea Steinmetz und David (vorne von links) mit weiteren BiSa-Lesepaten und Vertretern der Schule.
Sie arbeiten zusammen: Gunter Felger, Ali, Michael, Claudia Besel, Miguel, Andrea Steinmetz und David (vorne von links) mit weiteren BiSa-Lesepaten und Vertretern der Schule.
06.04.2016

Lesepaten: ein Gewinn für Schüler und Ehrenamtliche

Pforzheim. Sie üben Diktat, lassen die Kinder Geschichten nacherzählen und spielen mit ihnen: 16 Lesepaten von „Bürger in der Schule aktiv“ (BiSa) sind derzeit an der Maihälden-Grundschule im Einsatz. Doch der Bedarf ist noch größer.

„Viele Eltern haben einfach nicht die Möglichkeit bei den Hausaufgaben zu helfen oder zusätzlich mit den Kindern zu üben“, sagt Rektorin Vanessa Frey-Kirschbaum, die den Einsatz der 16 Ehrenamtlichen als „großes Geschenk“ für ihre Schule bezeichnet.

Einmal in der Woche kommen die Lesepaten nach Schulschluss zu ihren Schützlingen aus den verschiedenen Klassenstufen , um mit ihnen zu lesen, zu üben und zu sprechen. Dabei kümmern sich die engagierten Männer und Frauen ausschließlich um ihr „Patenkind“. „Wir fördern die Kinder in Einzelbetreuung“, sagt Lilli Gros, Vorsitzende von BiSa. Sie bekommt ständig Hilferufe aus Schulen nach neuen Lesepaten und hofft, dass sich weitere Interessierte für das Ehrenamt finden.

Die Arbeit der Lesepaten trägt Früchte: Petra Bolz, Schulsozialarbeiterin an der Maihäldenschule, hat beobachtet, wie positiv sich die Einzelbetreuung auf die Kinder auswirkt, die sich im Unterricht schwer tun. „Wenn sie leistungsmäßig besser werden, stärkt das auch ungemein das Selbstbewusstsein“, sagt sie.Da es eine feste Bezugsperson gebe, entwickle sich zwischen Lesepaten und den Schülern ein ganz besonderes Verhältnis. Daher profitieren nicht nur die Kinder von dieser individuellen Betreuung. „Es kommt auch für die Paten unheimlich viel zurück“, sagt Frey-Kirschbaum.