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Vor allem rund um die Sitzbank, aber auch bei den Spielgeräten an der Blumenheckstraße, ist immer wieder Müll zu finden. Privat
Vor allem rund um die Sitzbank, aber auch bei den Spielgeräten an der Blumenheckstraße, ist immer wieder Müll zu finden. Privat
09.10.2017

Leserfrage: Hilft die GBE mit beim Kampf gegen vermüllte Spielplätze?

Der PZ-Artikel vom 4. Oktober über das Müllproblem auf dem Spielplatz an der Blumenheckstraße wirkt nach. Ein PZ-Leser möchte wissen, ob insbesondere die Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Wiedereingliederung (GBE) in den Kampf gegen solche Auswüchse eingebunden ist.

Die GBE beschäftige derzeit drei Arbeitsteams, von denen ein Team im Bereich Grünflächen und Reinigung tätig sei, berichtet der städtische Sprecher Philip Mukherjee. Dieses Arbeitsteam biete fünf Menschen, die bis dahin auf Leistungen des Jobcenters angewiesen waren, einen Arbeitsplatz und damit den Weg aus dem Hartz-IV-Bezug. Zu den Aufgaben des Teams zählen laut Mukherjee auch die wöchentliche Kontrolle und Reinigung von Spielplätzen und Grünanlagen im Bereich Südstadt bis Buckenberg, Haidach und Hagenschieß – alles im Auftrag des städtischen Grünflächen- und Tiefbauamts. Zusätzlich würden in diesen Gebieten Grünstreifen, Parkbuchten und sogenannte Verkehrsbegleitflächen durch die Beschäftigten der GBE gereinigt. An zwei Spielplätzen im Rodgebiet und einem Spielplatz am alten ZOB-Nord würden Sichtkontrollen (ohne Reinigung) vorgenommen.

„Unser Team stellt fest, dass es einen deutlichen Unterschied bei der Sauberkeit der verschiedenen Spielplätze gibt“, sagt die GBE-Geschäftsführerin Sonja Winter. Häufig komme es auch zu Hausmüllablagerungen. Zusätzlich würden manche Spielplätze auch als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt.

Die Beauftragung und damit die konkreten Spielplätze, die im kommenden Jahr gereinigt werden sollen, würden in Kürze festgelegt, erläutert Winter. Über Umfang und Auswahl der Standorte entscheide die Stadtverwaltung im Rahmen der im Haushalt bereitstehenden Mittel. „Der Kinderspielplatz in der Nachbarschaft ist oft einer der ersten Eindrücke, die Kinder von unserer Stadt bekommen – quasi die Visitenkarte Pforzheims für unseren Nachwuchs, so dass Sauberkeit und Achtsamkeit selbstverständlich sein sollten –für uns als Stadt und natürlich für alle Nutzer“, betont die Sozialbürgermeisterin und GBE-Aufsichtsratsvorsitzende Monika Müller.

Mit dem Arbeitsteam im Bereich Grünflächen und Reinigung kompensiert die GBE nach eigenen Angaben in Teilen frühere Einsätze, die heute „leider teilweise rechtlich nur noch eingeschränkt möglich“ seien oder bei denen entsprechende Bundesprogramme nicht mehr bestehen: Die Voraussetzungen, Arbeitsgelegenheiten (AGH) etwa wie in den Jahren 2011 bis 2014 im Bereich der Stadtsauberkeit anzubieten, habe der Bundesgesetzgeber deutlich eingeengt, so dass diese Möglichkeit bei der GBE entfalle. Bis Ende 2014 wurden über das Modellprojekt „Bürgerarbeit“ sogenannte „Platzwarte“ finanziert, die im Stadtgebiet und in den Stadtteilen mit der zusätzlichen Reinigung öffentlicher Flächen beauftragt waren. Claudius Erb