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Symbolbild dpa
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12.07.2018

Leserfrage: Schließt die Kita an der Grünstraße zum Monatsende?

Da staunte eine PZ-Leserin nicht schlecht, als sie ihr Kind für die Kita an der Grünstraße anmelden wollte. „Mir wurde gesagt, der Mietvertrag sei zum Ende des Monats gekündigt“, berichtet die Mutter der PZ. Stimmt es, dass die Stadt trotz Mangels an Betreuungsplätzen die Einrichtung in der Weststadt schließt?

Ja, das ist tatsächlich so. Diese Information ist allerdings auch nicht ganz neu. Bereits im vergangenen Frühjahr verkündete die Stadtverwaltung, das Kita-Provisorium an der Grünstraße werde 2018 beendet. Die beiden 2011 dort eröffneten Kindergartengruppen, die als Außenstelle der städtischen Kita Weststadt geführt wurden, werden zum 31. Juli wieder in bestehende Einrichtungen überführt. So hatte die PZ dies im April 2017 vermeldet.

Ursprünglich habe man die in einem Wohnhaus untergebrachten Gruppen nur als Übergang für drei Jahre geplant, hieß es damals. „Der hohe Bedarf an Kindergartenplätzen führte dann dazu, dass der Mietvertrag zweimal verlängert wurde.“ Gegen eine weitere Verlängerung sprechen nicht nur „ungünstigen baulichen Rahmenbedingungen“. Viel gravierender ist laut Verwaltung der Lärmpegel, der „deutlich über dem Grenzwert“ liege und somit bei Kindern und Erziehern zu gesundheitlichen Schäden führen könnte. Folglich habe man trotz des „weiterhin stadtweit bestehenden Bedarfs zum Ausbau des Kinderbetreuungsangebots“, so der exakte Wortlaut, aus Fürsorge beschlossen, den Betrieb nur noch bis zum Ende des aktuellen Kindergartenjahrs laufen zu lassen.

Der Großteil wird ab Herbst wohl ohnehin zur Schule gehen. Den übrigen 15 Kindern, soll ein Platz in der städtischen Kita Weststadt angeboten werden, „sodass kein Kind durch die Schließung ohne Betreuungsplatz dastehen wird“.