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Symbolbild:dpa
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04.07.2019

Leserfrage: Warum gab es in Pforzheims Rodgebiet eine stinkende Lache?

Pforzheim. PZ-news-Leser hatten am Mittwoch die Nase voll – und das im wörtlichen Sinne. Sie berichten von heftigem Gestank, der von einer Brühe ausging, die aus dem Müllwagen tropfte. Dieser habe gerade Biomüll eingesammelt. Hatte dieses Fahrzeug des privaten Unternehmens Veolia ein Leck, oder wie kam es zu der Mief-Attacke? Und stellt die Stadt ihre deshalb nötigen Reinigungsarbeiten der Firma in Rechnung?

Es ist richtig, dass aus dem Sammelfahrzeug eine Flüssigkeit ausgetreten ist, die durch unsere Kollegen beseitigt wurde“, bestätigt der städtische Sprecher Philip Mukherjee den Einsatz vom Mittwoch auf der Werner-Siemens-Straße in der Südweststadt. Der Müllwagen habe jedoch kein Leck gehabt. „Die Technischen Dienste gehen vielmehr davon aus, dass die Flüssigkeit durch einen falsch befüllten Abfallbehälter in das Fahrzeug gelangte und dann austrat“, berichtet Mukherjee. „Immer wieder mal“ komme es vor, dass auch Flüssigkeiten über die Biomüllsammlung entsorgt würden, obwohl diese nicht in den Abfallbehälter gehörten. In der Regel würden diese dann durch saugfähige Abfälle wie Papiertaschentücher oder Ähnliches aufgesaugt, so dass ein Auslaufen „sehr selten“ sei.

Nicht zuletzt auch wegen der aktuellen Hitze sei es am Mittwoch nötig gewesen, die Flüssigkeit zu beseitigen, „um eine unangenehme Belästigung durch die entstehenden Gerüche zu vermeiden“, so der städtische Sprecher. Diese Reinigung werde Veolia nicht in Rechnung gestellt, da deren Fahrzeug „nicht der direkte Verursacher“ sei, sondern die „ungefährliche, aber geruchsintensive Verunreinigung“ mutmaßlich durch „mindestens einen falsch befüllten Behälter“ verursacht worden sei.