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Ein neuer Hingucker am Wacholderweg, der dämpfende Wirkung haben soll. Foto: Privat
Ein neuer Hingucker am Wacholderweg, der dämpfende Wirkung haben soll. Foto: Privat
12.06.2018

Leserfrage: Warum sprießt da plötzlich Beton am Straßenrand?

Ein unbekanntes Objekt am Rande des Wacholderwegs stellt nicht nur einen PZ-Leser, sondern wohl viele weitere Anlieger und Passanten vor ein Rätsel. Ist das Kunst, oder bleibt das da?

Da ist das Ding. Wie aus dem Nichts aufgetaucht, grau, hüfthoch und namenlos. Eine Säule? Ein Pfosten? Ein Pümpel? Eben ein Ding. Selbst eine rot-weiße Warnbake verblasst neben diesem Teil, das am Rande des zwischen dem Sonnenhof und Büchenbronn gelegenen Wacholderwegs aus dem Asphalt zu sprießen scheint. Einen spannenden Rechercheauftrag hat da ein Leser der PZ gegeben.

Nicht weit von der Stelle, wo der Wacholderweg die Karl-Britsch-Straße und die Karl-Friedrich-Schlafer-Straße kreuzt, ruht der Pümpel, der natürlich hochoffiziell nicht Pümpel heißt. Die bürokratisch korrekte Bezeichnung lautet: Geschwindigkeitsdämpfer. Dieser ist, wie der städtische Sprecher Philip Mukherjee auf Nachfrage erläutert, Teil einer baulichen Maßnahme, die derzeit von den Technischen Diensten umgesetzt wird. Auch schräg gegenüber soll demnächst solch ein Pümpel, Verzeihung: Dämpfer aus dem Boden wachsen. Die Fahrbahn wird dadurch verengt, der Verkehr verschwenkt – und hoffentlich jeder Fahrer dazu bewegt, sich an das auf dem Anliegersträßchen geltende Tempo 30 zu halten. Wiederholt hatte die PZ in den vergangenen Jahren darüber berichtet, dass der Wacholderweg zum Verdruss der Anrainer gern und viel zu oft verbotenerweise als Schleichweg genutzt wird. Künftig müssen Fahrer, die sich auf diese Abwege begeben, dann wenigstens wirklich schleichen.