Da staunte eine Leserin nicht schlecht, als sie in den vergangenen Tagen am Wasserleitungsweg in Pforzheim mit ihrem Hund spazieren ging. Ein Blick in Richtung der hohen Baumwipfel, hin zum strahlend blauen Himmel brachte sie jedoch ganz schön ins Stauen: Ein Regenbogen, der nach oben hin geöffnet ist? Gibt es das?
PZ-news hat sich die Bilder mit einem Physiker angeschaut, der prompt eine Erklärung liefert. Was dort zu sehen war, nennt man Halo – ein Lichtphänomen, bei dem die Lichtstrahlen in Eiskristallen in der höheren Luft (8 bis 10 Kilometer Höhe) gebrochen werden. Blickt man in Richtung Lichtquelle, sieht man die gebrochenen Lichtstrahlen – ähnlich wie bei einem Regenbogen. Dazu reicht es, wenn es Minusgrade hat und die feinen Wassertröpfchen in der Luft zu Eis gefrieren. Ab einer gewissen Größe der Eiskristalle nimmt deren sechseckiger Korpus eine gleichorientierte Position in Richtung Erde ein, was letztlich eine Voraussetzung für Halos ist, damit das Licht auch in dieselbe Richtung weitergelenkt wird. Skifahrern dürfte das Phänomen möglicherweise schon einmal begegnet sein.
Verwechselt wird es des Öfteren mit einem Regenbogen höherer Ordnung, die aber sehr selten sind und schwer fotografiert werden können.

