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Der Gebetsraum (hinten rechts) soll bleiben. Der Rest des Haidach-Gemeindezentrums steht zur Disposition. Foto: PZ-Archiv/Seibel
Der Gebetsraum (hinten rechts) soll bleiben. Der Rest des Haidach-Gemeindezentrums steht zur Disposition. Foto: PZ-Archiv/Seibel
28.11.2017

Leserfrage: „Ziehen Flüchtlinge ins Haidach-Gemeindehaus ein?“

Laut einem PZ-Leser herrsche Aufregung auf dem Haidach. Es gehe das Gerücht um, die evangelischen Kirche an der Marienburger Straße solle zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Ist da was dran?

Um ihren Haushalt zu sanieren, muss sich die evangelische Kirche von Gebäuden trennen. Dies geschieht im Zuge einer Strukturreform, die vorsieht, Gemeinden zu Einheiten zusammenzulegen (die PZ berichtete). Hatte die Kirche einst vorgesehen, die betroffenen Gebäude zu verkaufen, sollen die Gemeindehäuser nun gehalten und extern, für nicht-kirchliche Zwecke, vermietet werden. Bereits im März dieses Jahres hat sich die Stadtsynode mit der Umnutzung zweier Gemeindehäuser beschäftigt – darunter auch das Gemeindezentrum Haidach, Marienburger Straße 16. Dort sei eine Vermietung von Wohnungen in Planung, wie Claudia Becker, Sprecherin der evangelischen Kirche, bestätigt. Welche Art von Wohnraum dort entstehen soll, sei jedoch noch völlig offen. So sei etwa studentisches Wohnen denkbar. „Seitens der Stadtverwaltung ist die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft dort weiterhin nicht geplant“, bestätigt auch Sozialbürgermeisterin Monika Müller. Im Zuge der Umnutzung werden wohl das Pfarrbüro und größte Teile der Gemeinderäume wegfallen. Der Sakralraum mit den Nebenräumen werde erhalten, das Gebäude gegebenenfalls um ein Staffelgeschoss aufgestockt.

Derzeit liefen laut Becker die Planungen, wie viele Wohnungen überhaupt entstehen müssten, damit sich eine Vernietung rechne. In der ersten Hälfte des kommenden Jahres soll sich die Stadtsynode noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Wann eine inhaltliche Entscheidung fallen soll, stehe noch nicht fest.

Anders beim Gemeindehaus der Altstadtgemeinde. Dort soll wie berichtet tatsächlich Wohnraum zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen geschaffen werden. Derzeit liefen die Umbauarbeiten, so Becker. Es geht dabei um eine Trennung zwischen der bestehenden Kita und dem künftigen Wohnhaus. Ein Baubeginn bis Oktober dieses Jahres sowie eine Bindung von zehn Jahren für Sozialwohnraum waren notwendig, um rund 483 000 Euro an Fördermitteln der L-Bank zu erhalten. Bezugsfertig soll das Gebäude bis Ende 2018 sein.

ZeeT
28.11.2017
Leserfrage: „Ziehen Flüchtlinge ins Haidach-Gemeindehaus ein?“

Auf dem Haidach gibt es jede Woche ein anderes Gerücht wo angeblich Flüchtlinge hinkommen sollen. Einmal sollen auf dem Fussballplatz unterhalb vom Einkaufszentrum Wohnung für 1.000? Flüchtlinge gebaut werden, ein anderes mal im Tiergarten Zelte gestellt werden und so geht es immer weiter. Was wirklich schade ist, dass dem Elternverein unter fadenscheinigen Argumenten die Räumlichkeiten weggenommen wurden. Der Verein hat viel für den Stadtteil gemacht und ohne den würde es dort heute anders ...... mehr...