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Letzte Führung durch Luftschutz-Keller des Hilda-Gymnasiums © Ketterl
23.02.2011

Letzte Führung durch Luftschutz-Keller des Hilda-Gymnasiums

PFORZHEIM. Sie sind noch gut erhalten, die roten Schriftzüge wie „Befehlsstelle“, „Notausgang“, „Sanitätsraum“, „Ausstieg“, „Heizraum“ oder „Zu den Aborten“ im Untergeschoss des Hilda-Gymnasiums. Vor rund sieben Jahrzehnten angebracht, erinnern sie daran, dass das weitläufige Kellersystem mit Beginn des Zweiten Weltkriegs zu Luftschutzräumen ausgebaut wurde.

Bildergalerie: Führung durch den Luftschutz-Keller des Hilda-Gymnasiums

Am Mittwoch bot sich für die Öffentlichkeit wohl die letzte Möglichkeit zur Besichtigung. Denn mit dem Neubau der Schule wird das historische Gebäude abgerissen. Es muss der künftigen Sporthalle weichen. Alle Bemühungen des Denkmalschutzes, die Schutzräume zumindest teilweise zu integrieren, waren vergebens. Beim Bombenhagel der Royal Ait Force am Abrend des 23. Februar 1945 boten die Keller des Hilda-Gymnasiums entlang der Kiehnlestraße Schutz für mehrere hundert Personen, die hier das Inferno überlebten. Das städtische Archiv und die Gemäldesammlung, die in den Kellern des Nordflügels gelagert waren, sind dagegen vernichtet worden.