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In der Enz vor der Stadtkirche schwimmt nun ein funkelnder Schwan.  Foto: Meyer 

Leuchtender Schwan und Santa Claus: Das hat es mit den glitzernden Figuren auf sich

Pforzheim. Mein lieber Schwan! Mächtig ist das illuminierte Drahtgestell, das am Waisenhausplatz hinterm Theater in der Enz die Blicke auf sich zieht. Eben dort haben OB Peter Boch und der Erste Bürgermeister Dirk Büscher am Freitag Abend das Konzept vorgestellt, das die Innenstadt so richtig zum Funkeln bringen soll. Damit machen sie ihr Versprechen wahr, in der Corona-Krise für eine besonders festliche Beleuchtung zu sorgen. Nicht zuletzt die darbenden Geschäftsleute sollen so unterstützt werden.

Was hat es mit den glitzernden Figuren auf sich?

Sie sollen laut Stadtverwaltung „eine ganz besondere Überraschung“ für alle Flaneure sein. „Wir sind froh, diesen Schwan noch bekommen zu haben und ihn hier – thematisch passend – in Flussnähe platzieren zu können“, erläutert Boch. Und Büscher ergänzt: „Da die Weihnachtsmärkte momentan allerorten entfallen, sind weihnachtliche Artikel wie diese heiß begehrt.“ Wie berichtet, ist der Schwan fünf Meter lang und fast drei Meter hoch. Der Santa Claus, der in der Fußgängerzone vor dem Eiscafé „Casal“ Kinderaugen zum Leuchten bringen soll, ist ebenfalls stattlich: 1,50 Meter lang, 1,20 Meter hoch und 77 Kilo schwer.

Wo überall wird es festlich?

Auch die Seitenstraßen der City werden einbezogen. Dort setzen Lichterketten und -netze, Baumstrahler und beleuchtete Fassaden Akzente. Wie Büscher verrät, wird es neben den beiden großen Weihnachtsbäumen auf dem Marktplatz und am Leo weitere kleinere Bäume in den Seitengassen geben. Die Pflanzen entlang der Zerrennerstraße werden beleuchtet.

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Bildergalerie

Leuchtender Schwan lässt Waisenhausplatz festlich erstrahlen

Welche Rolle spielt der Marktplatz?

Eine entscheidende. Dort wurden rund um den Baum mächtige Aluminium-Trapeze platziert, die mit Tannengrün umwickelt und durch Lichternetze beleuchtet werden. Freitags während des Bauernmarkts wird weihnachtliche Musik zu hören sein. Aufsehen soll auch eine fünf mal drei Meter große Videoleinwand erregen, die zum ersten Mal am Rathaus angebracht wird. Darauf zu sehen sein werden jeweils ab dem Nachmittag kulturelle und städtische Kurzclips sowie Impressionen aus Pforzheim und den Partnerstädten. „Wir sind jetzt dabei, diese Beiträge nach und nach herzustellen“, so Boch. Das Programm wird sich also stetig weiterentwickeln. Geplant ist unter anderem ein Video mit Weihnachts-Impressionen in der City, das natürlich erst gedreht werden kann, wenn das Adventsgeschäft anläuft.

Wer bringt sich ein, und was kostet das alles?

Insgesamt fließen 100.000 Euro. Sachgebietsleiter Jens Hartmann von den Technischen Diensten habe die Ideen „unter Hochdruck konzeptionell in die Umsetzung“ gebracht, so die Stadtverwaltung. Auch der WSP ist intensiv eingebunden.

Pforzheim

Santa Claus und ein riesiger Schwan sollen Passanten in Pforzheim in Stimmung bringen

Und was ist das Ziel?

Weil der Goldene Weihnachtsmarkt samt Mittelaltermarkt und „City on Ice“ ausfallen musste, wolle man „unserer Bevölkerung in dieser Situation etwas ganz Besonderes bieten“, bekräftigen die Rathauschefs. Und man wolle dem Handel helfen, zumindest einen Teil der pandemiebedingten Ausfälle durch ein gutes Weihnachtsgeschäft zu kompensieren. „Wir haben einen tollen Einzelhandel mit einer großartigen Angebotspalette“, betont Boch: „Wir wollen also zeigen: Es lohnt sich, in Pforzheim einkaufen zu gehen, und es macht Spaß.“ Man müsse nicht in andere Städte fahren. „Pforzheim hat alles zu bieten, was man braucht – und verbindet das mit kreativen Ideen, wie wir auch jetzt wieder beweisen.“

Claudius Erb

Claudius Erb

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