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Die FDP-Landtagsabgeordneten Stephen Brauer (Wahlkreis Schwäbisch Hall), Hans-Ulrich Rülke und Nico Weinmann (Wahlkreis Heilbronn) tauschen sich mit dem Leiter des Kulturhaus Osterfeld Bart Dewijze und Vorstandsmitglied Barbara Gerstenäcker (von links) aus.  Foto: Moritz 

Liberale suchen die Bühne: FDP-Abgeordnete des Landtags besuchen Pforzheim und Enzkreis

Pforzheim. Es ist der Tag der ersten Male: Für die FDP-Landtagsabgeordneten Nico Weinmann und Stephen Brauer als Besucher im Kulturhaus Osterfeld, aber auch für Bart Dewijze in der Rolle des Leiters des soziokulturellen Zentrums. Seit knapp zwei Wochen steht der ehemalige Chef im Haus der Jugend an der Spitze des Kulturhauses und ist somit Gastgeber an diesem Mittag, zu dem spontan auch noch der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion sowie Pforzheimer FDP-Abgeordnete und Stadtrat Hans-Ulrich Rülke hinzustößt, um seine Parteikollegen bei diesem Heimspiel zu begleiten, aber auch um Dewijze im neuen Amt zu begrüßen.

Begrüßt werden die Liberalen, deren geplante Termine an der Hochschule und beim Kinderschutzbund kurzfristig abgesagt werden mussten, von Vorstandsmitglied und Schatzmeisterin Barbara Gerstenäcker – die direkt auf die Lage des Kulturhauses während der Pandemie zu sprechen kommt, für die sich der kulturpolitische Sprecher Weinmann sowie der Sprecher für die Finanzpolitik Brauer besonders interessieren. Beim Haushalt, so sagt Gerstenäcker, sei man vergangenes Jahr mit einem „blauen Auge“ davon gekommen – aber nur, weil zwei Stellen in leitenden Funktionen nicht besetzt und das Kartenbüro geschlossen waren. „Das hat uns finanziell geholfen“, sagt das Vorstandsmitglied. Sollte 2021 so laufen wie 2020, so räumt sie ein, könne es schwieriger werden. 104 Plätze gebe es im Großen Saal, das Hygienekonzept habe funktioniert. „Ich glaube nicht, dass wir zu den Infektionszahlen beigetragen haben“, erklärte Gerstenäcker. Damit der „kulturelle Leuchtturm“, so Rülke, die Pandemie überlebe, müsse politisch gehandelt werden. Der aktuelle „Wellenbrecher-Lockdown“ sei hinsichtlich der Infektionszahlen kontraproduktiv. Mit seiner Einschätzung, dass Kultur viel mehr als Unterhaltung und ein soziokulturelles Zentrum in erster Linie ein Ort des Dialogs und der gesellschaftlichen Teilhabe sei, rannte Dewijze bei Weinmann offene Türen ein. Ein „unschätzbarer“ Wert, so der Abgeordnete, worauf Brauer erklärte, dass die FDP aus genau diesem Grund 2021 und 2022 zu „Jahren der Kultur“ erklärt hätten.

Jeanne Lutz

Jeanne Lutz

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