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Jugendgemeinderat

14.12.2017

Liberaler im Jugendgemeinderat - Rico Edelmann rückt für ausscheidende Gremiumsmitglieder nach

Pforzheim. Ab der nächsten Sitzung des Jugendgemeinderats (JGR) am kommenden Montag wird mit Rico Edelmann ein Vertreter der jungen Liberalen (Julis) Mitglied des Gremiums sein. Der 20-Jährige zieht als Nachrücker für die ausscheidenden Räte Elena Toth und Sascha Meiniger in das Jugendparlament ein.

„Nachdem wir bei den letzten Wahlen keine eigenen Kandidaten aufgestellt hatten, freut es mich, dass wir mit Rico nun neue, frische Akzente im Jugendgemeinderat einbringen können“, so der Kreisvorsitzende Henry Lam in einer Pressemitteilung. Dies sei aus Sicht der Julis auch dringend notwendig, um das Gremium längerfristig zu sichern, da sich leider beim JGR, insbesondere bei dessen Öffentlichkeitsarbeit, nicht viel getan habe. „Wenn man versucht, sich über die Arbeit des Gremiums zu informieren, stößt man auf seiner Facebook-Seite auf keinerlei inhaltliche Informationen. Auch auf der Webseite der Stadt Pforzheim muss man sich erstmal durch zahlreiche Rubriken klicken, bis man dann etwas zum Jugendgemeinderat findet“, kritisiert Lam. Wenn sich da nichts ändere, werde der Jugendgemeinderat mittelfristig keine Akzeptanz bei den Jugendlichen finden und die Wahlbeteiligung weiterhin gering bleiben. Mit Rico Edelmann werde das Gremium einen engagierten Jugendgemeinderat haben. „Ich freue mich darauf, im Jugendgemeinderat mitzugestalten und möchte daran mitwirken, unser Jugendparlament sowohl inhaltlich, als auch nach außen stärker aufzustellen“, so Edelmann.

Lukas Kresser, zum zweiten Mal Mitglied des JGR, stimmt den Julis zu, dass die Öffentlichkeitsarbeit des Gremiums bislang zu wünschen übriglasse. „Eben jenes Problem habe ich intern im JGR angesprochen. In der konstituierenden Sitzung wurde nicht umsonst das Amt des Pressesprechers gewählt“, so Kresser. Leider sei er damit bei der Jungen Union (JU), die mit Marc Menz das Amt innehat, auf taube Ohren gestoßen und habe keine Antwort auf die Anfrage erhalten, das Amt aktiv zu führen. Natürlich stünde es allen Mitgliedern offen, Pressemitteilungen herauszugeben. Dennoch mache eine zentrale Öffentlichkeitsarbeit Sinn, um auch jugendgerechtere Kanäle bespielen zu können. Laut Kresser sei die Besetzung des Pressesprechers mit einem Mitglied aus den eigenen Reihen Teil der parteipolitischen Positionierung der JU gewesen. Das Ergebnis spiegele sich nun negativ auf das Gremium wider. Generell habe Parteipolitik in einem jugendpolitischen Gremium, das alle Jugendlichen repräsentieren solle, wenig verloren. Daher fordere er die Jugendorganisation auf, an einer „konstruktiven Arbeit“ teilzuhaben, und nicht nur „eigene Parteispielchen“ voranzutreiben.