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Das Foto von der Zollgüterhalle am Hauptgüterbahnhof entstand 2010 – getan hat sich seither nichts. Foto: Seibel/Archiv
Das Foto von der Zollgüterhalle am Hauptgüterbahnhof entstand 2010 – getan hat sich seither nichts. Foto: Seibel/Archiv
25.01.2016

Lidl: Zweifel an Schutzwürdigkeit der Zollgüterhalle

Pforzheim. Man befinde sich „in enger und konstruktiver Abstimmung mit Vertretern von Stadt, Regierungspräsidium und Denkmalpflege“, sagt Claudius Güther, Sprecher von Lidl. Der Discounter würde liebend gerne das Areal am Hauptgüterbahnhof 2–4 bebauen und dafür den bisherigen Standort in der Nordstadt – an der Hohenzollernstraße – aufgeben. Doch es hakt, wie mehrfach berichtet, an einem Gebäude-Ensemble auf dem Grundstück: der in den Jahren 1911 und 1912 erbauten Zollgüterhalle aus Eisenbeton und dem Sandstein-Verwaltungsgebäude – beides steht seit 2009 unter Denkmalschutz. Einem Abriss, wie von Lidl beantragt, stellte sich der städtische Denkmalschutz entgegen – was den Widerspruch von Lidl nach sich zog.

Am 12. Januar, so Joachim Fischer, Sprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe, sei bei seiner Behörde das Schreiben der Lidl-Anwälte eingegangen. Zum einen zweifeln diese die Denkmaleigenschaft des Ensembles an, zum anderen die Zumutbarkeit der Pflicht zur Erhaltung der alten Halle aus wirtschaftlicher Sicht. Letzteres wird jetzt das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe prüfen – und die Sache mit dem Denkmalschutz übernehmen die Kollegen aus Stuttgart. Das Landesamt für Denkmalpflege (LDA) beim RP Stuttgart sei um eine fachliche Stellungnahme gebeten worden, so Fischer. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“.