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Bunt statt grau: Beim Stück des Creative Superlab im alten Posthof treffen allerlei schräge Charaktere aufeinander. Foto: Lutz

„Liebe auf den zweiten Blick“: Creative Superlab zeigt Stück zu Pforzheim

Pforzheim. 15 Jungschauspieler aus drei Theatergruppen in zwei Kultureinreichtungen spielen gemeinsam ein selbstenwtickeltes Stück: Beim Kooperationsprojekt Creative Superlab zeigen junge Darsteller des Kupferdächles und dem Kulturhaus Osterfeld im alten Posthof ihre ganz eigene Sicht auf die Goldstadt.

Ein Hochhaus irgendwo in Pforzheim. Schichtarbeiter, Schreibtischhengste, Selbstdarsteller – sie alle leben hier, Tür an Tür, ohne sich zu kennen. Am Ende sind es ein mysteriöser Aktenkoffer und eine Unmenge magischer Bonbons, die den Alltag der Charaktere aufmischen und zeigen, was die Goldstadt alles ist – und sein könnte.

„Unser Pforzheim – Liebe auf den zweiten Blick“ heißt das Stück des Creative Superlabs, das die Jugendtheatergruppen von Kupferdächle und Kulturhaus Osterfeld gemeinsam entwickelt haben. Dabei stand am Anfang nicht etwa die Geschichte an sich, sondern Fotos und Geräusche der Stadt, die Jugendliche bei verschiedenen Workshops aufgenommen haben. Auf dieser Basis wurden Kostüme geschaffen – graue, bunte, enge und weite. Gleichzeitig entstand ein Bühnenbild. Alles essenzielle Bestandteile einer Inszenierung, die sich in der Regel aber an der Geschichte anlehnen. Nicht so beim Creative Superlab. „Die einzelnen Bestandteile wurden in die Gruppen gegeben, die daraus ein Stück entwickelten“, erklärt Marie Hofmann, theaterpädagogische Leiterin des Kupferdächle. Ein völlig neuartiger Ansatz. Jedoch ein preisverdächtiger: Das Creative Superlab wurde dafür bereits im Vorfeld der heutigen Premiere mit dem amarena-Innovationspreis des Bunds deutscher Amateurtheater ausgezeichnet. Dotiert mit 4000 Euro eine wichtige Anschubfinanzierung, wie Bettina Lell, Theaterpädagogin des Kulturhaus Osterfeld erklärt. Ohne die Förderung der Jakob-und-Rosa-Esslinger-Stiftung,die 3000 Euro zu dem Projekt beisteuerte, sei die Arbeit mit den rund 30 an der Produktion beteiligten Jugendlichen verschiedenster Hintergründe aber nicht mögliche gewesen.

Die Premiere findet am Freitag, 5. Juli, um 20 Uhr im alten Posthof, Zeppelinstraße 16, statt. Weitere Vorstellungen sind am 6., 12. und 13. Juli, jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es für 12,50, ermäßigt acht Euro, im Kartenbüro des Kulturhaus Osterfeld sowie an Reservix-Vorverkaufsstellen.

Mehr über das Theaterprojekt lesen Sie am Freitag, 5. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.