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Gemeinsam die Ferien verbringen: Die Freizeitstätte Lindelbrunn bietet im Jahr Platz für 1200 Jungen und Mädchen. Foto: Privat
Gemeinsam die Ferien verbringen: Die Freizeitstätte Lindelbrunn bietet im Jahr Platz für 1200 Jungen und Mädchen. Foto: Privat
29.12.2016

Lindelbrunn ist gefragt: Neuer Förderverein treibt Spenden für Freizeitstätte ein

Pforzheim. „Die ersten Anmeldungen für die Lindelbrunn-Freizeiten 2017 haben wir schon, und die Klassenfahrten sind ausgebucht,“ freut sich Marcus Stahr, Vorsitzender des Stadtjugendrings. Sein Verein hat jetzt die Verantwortung für die Sparte Kinder- und Jugendreisen, die zuvor bei der SJR Betriebs GmbH lag, übernommen und in Kooperation mit der Stadt ein neues Konzept erarbeitet. Grund für den Wechsel in der Zuständigkeit sind die von der Stadt geforderten Einsparungen bei der SJR Betriebs GmbH in Höhe von jährlich 100.000 Euro gewesen.

Der Stadtjugendring will und muss das Angebot künftig kostengünstiger umsetzen. Dazu hat er einen neugegründeten Förderverein an seiner Seite mit bereits 50 Mitgliedern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der rund 60 ehrenamtlichen Mitarbeiter. Der Verein unter Vorsitz von Veranstaltungstechniker Andreas Wagner müsse jährlich 14 000 Euro etwa über Mitgliedsbeiträge und Spenden einwerben, sagt Lutz Exner. Der 46-jährige Sozialpädagoge ist hauptamtlich für die Planung und Koordination der Freizeiten und Klassenfahrten nach Lindelbrunn zuständig und in dieser Funktion von der SJR Betriebs GmbH zum Stadtjugendring gewechselt.

Mietfreiheit verhandelt

Eine Spende von der Sparkasse in Höhe von 35.000 Euro und 15.000 Euro aus Stiftungsmitteln samt Nachlässen sind die Voraussetzung dafür, dass der Förderverein jetzt starten kann. Die Miete für das Freizeitgelände in Höhe von über 18.000 Euro jährlich gibt die Stadt als Eigentümer nicht an den Stadtjugendring weiter. Den Verantwortlichen kommt nicht nur die Mietfreiheit sondern auch ein auf zehn Jahre angelegter Vertrag entgegen, sagt der 39-jährige Stahr.

Sie wollen sich im ersten Jahr der Umstrukturierung auf sieben Wochen Lindelbrunn (Ostern und Sommerferien) konzentrieren. Dafür stehen 300 statt früher 450 Plätze und acht Blockhütten zur Verfügung etwa für fünfte Klassen von Pforzheimer Gymnasien, erklärt Stahr. Die Lindelbrunn-Beiträge für die Teilnehmer würden im Jahr 2017 um 20 Euro pro Woche angehoben.

Dafür gebe es in dem pfälzer Ferienlager, in das Kinder und Jugendliche seit den 1950er-Jahren aus Stadt und Enzkreis zur Erholung fahren, Vollverpflegung mit frischen Produkten aus der Region und jede Menge Spaß und Spiel, erklärt Exner. Die Allgäu-Freizeit und das Zeltlager Hoheneck finden im Jahr 2017 nicht statt, sollen aber später wieder ins Programm aufgenommen werden.

Wer Mitglied beim neuen Förderverein Lindelbrunn werden möchte, der meldet sich per E-Mail bei andreas.wagner@stadtjugendring-pforzheim.de. Anmeldungen für die Lindelbrunn-Freizeiten sind über die Homepage www.stadtjugendring-pforzheim.de möglich und unter der Telefonnummer (0 72 31) 4 55 02 34.