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Runde Sache, auf den ersten Blick: Ein Kreisel (grüne Linie) könnte die Karlsruher Straße entlasten, indem er das Linksabbiegen (blaue Linie) auf Höhe von McDonald’s und Jet-Tankstelle ersetzt.
Runde Sache, auf den ersten Blick: Ein Kreisel (grüne Linie) könnte die Karlsruher Straße entlasten, indem er das Linksabbiegen (blaue Linie) auf Höhe von McDonald’s und Jet-Tankstelle ersetzt.
10.06.2008

Linksabbieger kontra Verkehrsfluss auf der Karlsruher Straße - Kann ein Kreisverkehr das Problem lösen?

PFORZHEIM. In Sachen Verkehrsführung auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim haben sich drei unmittelbar betroffene Unternehmen zu Wort gemeldet und Lösungsvorschläge ins Gespräch gebracht.

Wie berichtet, waren in jüngster Zeit der mangelhafte Verkehrsfluss und die Unfallträchtigkeit auf der Karlsruher Straße in die Kritik geraten, weil zeitweise die bis auf die Straße hinaus wartenden Kunden der Jet-Tankstelle die eine Spur, Linksabbieger zu McDonald’s, Büroland und Agip die zweite Spur blockierten.

Nicht zufriedenstellend

Joachim Bäzner als Büroland-Geschäftsführer, Annerose Usbek als Inhaberin der Agip-Tankstelle und Thomas Lüke als Chef des betroffenen McDonald’s-Schnellrestaurants haben nun den Bau eines Kreisverkehrs an der Zufahrt zur A 8 als Lösung ins Gespräch gebracht. Dann könnten ihre aus Richtung Stadtmitte anfahrenden Kunden gefahrlos und unkompliziert wenden und die drei Unternehmen von der rechten Straßenseite her anfahren. Bäzner, Usbek und Lüke bestätigten, dass die Verkehrssituation nicht zufriedenstellend sei, wenn es auch nicht zu schwereren Unfällen mit Verletzten komme.

Uhlig: „Interessante Vorschläge“

Allerdings könne eine Lösung nicht, wie vor fünf Jahren geschehen, darin bestehen, dass über Nacht die Linksabbiege-Möglichkeit geschlossen werde. Das gefährde den Bestand ihrer Unternehmen mit über 130 Beschäftigten. Falls der von ihnen vorgeschlagene Kreisverkehr an der Autobahnauffahrt nicht möglich sei, könne der Rückbau des kaum genutzten und zudem rasch endenden Radwegs Platz für eine echte Linksabbiegespur schaffen. Pforzheims Baubürgermeister Alexander Uhlig zeigte sich den Lösungsvorschlägen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen. „Ich finde die Vorschläge interessant“, so Uhlig. Es sei kein Problem, die Sache zunächst einmal skizzenhaft darzustellen. Allerdings handle es sich um eine Bundesstraße, deshalb sei das Regierungspräsidium Karlsruhe mit entscheidend.