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Dr. Herbert Müller (Zweiter von rechts) überreicht mit den Lions-Club Remchingen-Pfinztal-Mitgliedern Friedrich Aisenbrey (Schatzmeister, Zweiter von links)), Elke Engelmann (Präsidentin, Dritte von links), Jürgen Stark (Vierter von rechts) und Dörte Benoit (Dritte von rechts) von seinem Kochbuch-Projekt 19.577 Euro an die Vorsitzenden der PZ-Hilfsaktion Susanne Knöller (links) und Thomas Satinsky (Vierter von links) sowie Verleger Albert Esslinger-Kiefer (rechts).  Foto: Röhr 

Lions Club Remchingen-Pfinztal realisiert Kochbuch: Aktion übertrifft alle Erwartungen

Pforzheim. Wenn Dr. Herbert Müller, Ex-Sparkassen-Vorstand, eine Idee hat, dann arbeitet er stringent an der Umsetzung. Und so wurde sein Kochbuch „Lieblingsrezepte - Lecker kochen – fröhlich genießen zwischen Pforzheim und Karlsruhe“ dem Lions Club Remchingen-Pfinztal förmlich aus der Hand gerissen: „Die Auflage umfasste 1500 Exemplare, die größtenteils schon vor Druckbeginn verkauft waren“, berichtet Müller. Und so kamen 19.577 Euro für die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ zusammen.

Zwischen der Idee Herbert Müllers im November 2021 und der Verteilung der Bände Mitte März 2022 lagen nur vier Monate. Doch die Lionsfreunde sorgten für ein erfolgreiches Umsetzen: Neben Herbert Müller war Friedrich Aisenbrey, Schatzmeister des Clubs, für die Finanzen verantwortlich und Jürgen Stark übernahm Gestaltung und Layout. „Die Kochbuchaktion war für den Lionsclub eine großartige Möglichkeit, trotz der Einschränkungen durch die Coronapandemie etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit, vor allem für Bedürftige, zu leisten. „Die besondere Idee stieß sowohl bei der Gastronomie als auch bei der Bevölkerung auf großes Interesse.“

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Region

Neue Präsidentin beim Lions Club Remchingen-Pfinztal

Auf 150 farbenfrohen Seiten werden mehr als 120 bewährte Rezepte von Privatpersonen und Prominenten sowie 22 Restaurants und Winzer präsentiert, „bei denen der Besuch zum Erlebnis wird“, so Müller. Das Buch ist ein optischer Leckerbissen, die Fülle von Lieblingsrezepten lädt zum Ausprobieren und Betrachten ein.

„Es trifft den Puls der Zeit“, freut sich der Initiator. Von der „Schlabberbrüh“ über Hechtklöße bis zum Badischen Apfelkuchen – selbst kochen mit heimischen Produkten macht Spaß. Die Mischung aus traditionellen Gerichten und kreativen Ideen regionaler Gastronomen stimmt.

Der Erlös in Höhe von 19.577 Euro wird nun über „Menschen in Not“ regionalen Projekten zu Gute kommen. „So haben wir einen erfahrenen Partner an der Seite“, sagt Schatzmeister Aisenbrey. Hilfe soll auf jeden Fall an die Tafeln fließen. „Durch Ukraineflüchtlinge und die steigenden Preise haben sich die Haushalte, die dort einkaufen dürfen, stark vermehrt.“

Friedrich Aisenbrey weiter: „Wir werden einen schwierigen Winter bekommen. Deshalb ist es für mich eine etwas weitergehende Mission. Ein Teil sehe ich auch bei der Suppenküche.“ Eine weitere Idee sei, Kochkurse für bedürftige Kinder, zu organisieren. „Das ist nachhaltig.“ Vielleicht in den Quartierszentren, Familienzentren oder Diakoniepunkten. „In Absprache mit dem Projektbeirat werden wir nach einer sinnvollen Verwendung sorgen“, verspricht Susanne Knöller, Vorsitzende von „Menschen in Not“.

„Ein großes Thema wird aber auch die Energie werden“, sagt Thomas Satinsky, Vorsitzender von „Menschen in Not“. Er sehe schon die Menschen bei der PZ-Hilfsaktion um Hilfe fragen. Das nehme bereits jetzt enorm zu.

Unverschuldet in einer Notlage

Die 30 Mitglieder des Lions Club Remchingen-Pfinztal helfen Menschen, die sich unverschuldet in einer Notlage befinden. „Die meisten sozialen Projekte, die der Club unterstützt, sind im direkten Einzugsgebiet an Schulen, Kindergärten, bei der Drogenhilfe und anderen Einrichtungen“, erklärt Präsidentin Elke Engelmann. Doch auch bei der Ukraine-Hilfe habe der Club geholfen. „Mit mehreren Busfahrten wurden rund 800 Personen, vorrangig Frauen und Kinder, zu Gastfamilien im Raum Pforzheim und Karlsruhe gebracht.“

Susanne Knöller

Susanne Knöller

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