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27.05.2008

Lkw-Unfallserie auf der A8 reißt nicht ab - Wieder kracht Sattelschlepper auf Stauende - 600 Liter Diesel ausgelaufen

Der ganz normale Autobahn-Wahnsinn: Am Montag ist ein italienischer Sattelschlepper bei Pforzheim-Nord auf einen Lkw am Stauende gekracht, am Dienstag hat ein Sattelzug kurz nach Pforzheim-Ost gleich drei am Stauende stehende Lastwagen aufeinander geschoben. Die Folge: Bis zu 20 Kilometer Stau in Fahrtrichtung Karlsruhe, 600 Liter Diesel-Kraftstoff auf der Straße und ein Fahrzeugschaden in Höhe von mindestens 200.000 Euro.

Um 10.55 Uhr krachte am Dienstag der leere 40-Tonnen-Lkw eines 52-jährigen Fahrers fast ungebremst auf einen Lastwagen am Stauende. Durch die Wucht des Aufpralls wurden drei Lastwagen – ebenfalls 40-Tonner - aufeinander geschoben. Durch umher fliegende Fahrzeugteile wurde noch ein vorbeifahrendes Auto beschädigt.

Bei dem Aufprall zerriss es den Tank des vor dem Unfallverursacher stehenden Sattelschleppers. Rund 600 Liter Diesel liefen vollständig aus. Der Kraftstoff verteilte sich über den Seitenstreifen und geriet durch die Kanalisation im Bereich des Grünstreifens ins Enzufer-Vorland. Die eingesetzte Berufsfeuerwehr Pforzheim konnte durch Barrieren und Binden des Treibstoffes ein Einfließen in die Enz glücklicherweise verhindern. Die Freiwillige Feuerwehr Niefern hatte parallel dazu beim Nieferner Enzwehr eine Ölsperre errichtet.

Der leicht verletzte Unfallverursacher musste von der Feuerwehr aus dem Führerhaus befreit werden. Nur leichte Verletzungen erlitt auch der Beifahrer eines anderen Sattelschleppers. Der entstandene Sachschaden an den fünf betroffenen Fahrzeugen beträgt mindestens 200.000 Euro. Die Höhe der entstehenden Kosten durch Baggerarbeiten und weitere Reinigungsarbeiten kann noch nicht beziffert werden.

Der Unfallverursacher sowie die zwei vor ihm stehenden Lastwagen mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Der dritte 40-Tonner, der zuerst am Stauende abgebremst hatte und zuletzt beschädfigt worden war, konnte nach einer notdürftigen Reparatur bis zur nächsten Werkstatt seine Fahrt fortsetzen. Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und mindestens 20 Männern im Einsatz. Ebenfalls vor Ort war das Umweltamt, um die Gefahren durch den ausgelaufenen Diesel zu inspizieren.

Für die Dauer der Unfallaufnahme war der linke Fahrstreifen bis 14.45 Uhr komplett gesperrt. Es bildete sich ein Rückstau, der über eine Länge von 25 Kilometer bis hinter Leonberg reichte und sich erst in den Abendstunden allmählich auflöste. Im Laufe des Tages musste der rechte Fahrstreifen für Reinigungsarbeiten nochmals für mehrere Stunden gesperrt werden.

Nach Lkw-Unfall gleich zum Wohnungsbrand

Um 13.22 Uhr waren mehrere Feuerwehr-Fahrzeuge gerade auf dem Rückweg zur Wache, als die nächste Alarmmeldung einging: Aus der Dillsteiner Straße in Pforzheim wurde ein Zimmerbrand gemeldet. Tatsächlich brannte es in einer Wohnung im Obergeschoss. Dort war ein Bügelbrett in Brand geraten, das schnell gelöscht werden konnte.

Die gesamte Wohnung war stark verraucht. Intensiv suchten die Wehrmänner dort nach einem Kind, das als vermisst gemeldet worden war. Dazu setzten sie auch eine Wärmebildkamera ein. Zum Glück stellte sich heraus, dass die Brandwohnung menschenleer war. Nach gut einer Stunde war dieser Einsatz beendet.

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