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Bernd Zilly
Bernd Zilly
30.03.2017

Lob für Boch, doch Unabhängige Bürger bleiben neutral

Pforzheim. Peter Boch habe sich gut geschlagen, sagt Bernd Zilly über den CDU-Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl nach dem Termin bei den Unabhängigen Bürgern (UB), die Zilly gemeinsam mit Thomas Goßweiler im Gemeinderat vertritt.

„Er hat gezeigt, dass er kein Leichtgewicht ist“, resümiert der Kommunalpolitiker. Man habe den Eindruck gehabt, dass er mit Amtsinhaber Gert Hager auf Augenhöhe sei – auch wenn der Herausforderer aus Epfendorf natürlich noch nicht alle Details kennen könne. „Es war sehr erfrischend, wie er auf die Fragen eingegangen ist“, so Zilly, der Boch „relativ nahe“ am Grundsatzprogramm der UB sieht – mitunter näher als dessen eigene Fraktion. Die UB bewerten etwa die Pläne zur Aufwertung der Innenstadt kritisch, die von der CDU mitgetragen werden.

Obgleich der 36-Jährige bei den etwa 45 Besuchern gut ankam – eine Empfehlung werde man traditionell nicht aussprechen, sagt Zilly. Er zeigt sich gespannt auf die Veranstaltungen, bei denen die Bewerber aufeinandertreffen – „wenn beide auf dieselbe politische Frage antworten müssen“, sagt der Stadtrat mit Blick auf Hager und Boch. „Dann wird wohl auch sichtbar sein, dass man in manchen Dingen gar nicht so weit auseinander liegen kann.“ Den anderen beiden verbliebenen Kandidaten, Dimitrij Walter und Andreas Kubisch, räumt er nach jetzigem Stand keine Chancen auf einen Wahlsieg ein.

Ganz gleich, wer am Ende die Verwaltung führen wird – aus Zillys Sicht kann sich das hoch verschuldete Pforzheim nicht mehr „am eigenen Schopf“ aus dem Sumpf ziehen. „Ich glaube, das ist vielen nicht ganz klar.“ Er fordert Hilfe von Land und Bund, um die Herausforderungen etwa durch die Zuweisung von Flüchtlingen bewältigen zu können.

Die Bürger fordert Zilly auf, wählen zu gehen und sich selbst „wirklich gründlich“ zu informieren. Im ersten Wahlgang rechnet er mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Boch und Hager. Eine genaue Prognose will er allerdings nicht abgeben: „Ich denke, dass viele bis zuletzt unentschlossen sind.“ 

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