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13.10.2010

Löbliche Singergesellschaft teilt jüdische Position zu Gedenkstein

PFORZHEIM. Die Löbliche Singergesellschaft teilt in der Debatte um den besten Gedenkstein-Standort die Position der Israelitische Gemeinde. Diese wünscht wie berichtet den Güterbahnhof als Standort der Skulptur, mit der an die Deportation von 195 Pforzheimer Juden am 22. Oktober 1940 erinnert werden soll. Bislang steht das Werk auf dem Gelände der Alfons-Kern-Schule, von deren Schülern es geschaffen wurde.

Im Rathaus und in der städtischen Kunstkommission wird diesem Standort der Vorzug gegeben; dort ist der Gedenkstein im Sommer auch eingeweiht worden. Die jüdische Gemeinde hält eine Aufstellung auf dem früheren Güterbahnhof für passender, wo der Abtransport der Juden erfolgt war. Die Löblichen Singer haben sich dieser Position angeschlossen. Daran erinnert Obermeister Frank Hirschfeld in einem Schreiben an die Stadtverwaltung und die Fraktionen des Gemeinderats, das der PZ vorliegt. Die Löblichen hätten sich an der Finanzierung des Gedenksteins beteiligt. Dies sei unter der Voraussetzung erfolgt, dass der Stein nahe der Bahngleise aufgestellt werde, so Hirschfeld. kli