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Oberbürgermeister Gert Hager (links) und Ortsvorsteher Rüdiger Nestler weihten den den Lore-Platz ein. Auch ein großer Flußspatbrochen ziert das Gelände an der Würmtalstraße.   Ketterl
Oberbürgermeister Gert Hager (links) und Ortsvorsteher Rüdiger Nestler weihten den den Lore-Platz ein. Auch ein großer Flußspatbrochen ziert das Gelände an der Würmtalstraße. Ketterl
Dietmar Greif, der frühere Bergwerkschef Jo Mathey, Heide Mathey sowie Franz Littmann (von links) präsentieren stolz die Dokumentation über die Grube Käfersteige .
Dietmar Greif, der frühere Bergwerkschef Jo Mathey, Heide Mathey sowie Franz Littmann (von links) präsentieren stolz die Dokumentation über die Grube Käfersteige .
25.09.2015

Lore-Platz erinnert an Würmer Wurzeln

Noch vor Beginn der Ortschaftsratssitzung ist der Lore-Platzes in Würm eingeweiht worden. Besonders erfreut zeigte sich Ortsvorsteher Rüdiger Nestler darüber, dass Oberbürgermeister Gert Hager bei der Eröffnung zugegen war.

Wie lautet die Geschichte von Würm? Was sind die Wurzeln des Ortes? Eine Antwort gibt am Ortseingang eine Bergwerkslore, die die Bürger auf die auf die Geschichte Würms als Bergwerksdorf aufmerksam machen soll. Nestler begrüßte die zahlreichen Förderer des Projekts.

Hohes Berufsrisiko

Lebendig wurde die Geschichte durch die Rede von Dietmar Greif, dessen Vater Günther fast 40 Jahre als Steiger im Bergwerk Käfersteige arbeitete. So brachte er mit Anekdoten aus dem Familienleben alle Anwesenden zum Lachen, aber er berichtete auch über das hohe Berufsrisiko, dem ein Bergmann sich aussetzt. Der Beruf des Bergmanns sei eine Bestimmung – noch im Ruhestand habe sein Vater sich am 4. Dezember, dem Tag der Bergleute, seine Bergwerkstracht angezogen. Eine passende Broschüre und Informationstafel wurde von Franz Littmann gestaltet. Auf Wunsch des verstorbenen Ullrich Kollmars, auf dessen Initiative, Drängen und Spende die Lore überhaupt erst aufgestellt wurde, wurden 100 Broschüren bei der Eröffnung verteilt. Die Broschüre und Tafel wurden aus verschiedenen Interviews mit Bergmännern und deren Nachkommen zusammengetragen. Dann gingen die Ortschaftsräte zur Tagesordnung über. Am Donnerstag, 15. Oktober, wird eine Verkehrsschau stattfinden. Die Ergebnisse werden in der nächsten Ortschaftsratssitzung am 22. Oktober veröffentlicht. Des Weiteren diskutierten die Ortschaftsräte die Aufstellung einer mobilen Toilette auf dem „Kindertreff Ritterstraße“. Dies erntete jedoch schnell Kritik, da – so Ortschaftsrat Hans-Joachim Hägele (Freie Wähler) – es drei Hauptprobleme gebe: „Die Haftung, die Instandhaltung und Gewährleistung der Hygiene und dann noch die Anwohner in der Nähe des Spielplatzes, die den Gestank ertragen müssten.“ Der Vorschlag einer Probephase fand wenig bis gar keinen Anklang. Die Mehrheit entschied sich daher gegen das Aufstellen einer mobilen Toilette. Noch schneller kamen die Ortschaftsräte zu einer Entscheidung über das Verlegen des Haltepunkts der Fahrbibliothek. Diese wird zukünftig an der Ritterstraße vorzufinden sein, so dass auch der Würmtalhallen-Parkplatz für größere Veranstaltungen genutzt werden kann.

Zuletzt sprach Hager noch über drei, die Stadt betreffende, Themen: Bäder, Regionalverkehr und Asylbewerber.

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