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Über selbst gestaltete Puppen drücken sich die Mädchen aus.  Privat
Über selbst gestaltete Puppen drücken sich die Mädchen aus. Privat
Mit ihren Kreationen im Landtag: Gulistan Blasini, Gönül Eki, Yeliz Sahin, Ferda Uguz, Sylvia Andersch, Agata Dimitrenko und Stefanie Zielinka (von links). Privat
Mit ihren Kreationen im Landtag: Gulistan Blasini, Gönül Eki, Yeliz Sahin, Ferda Uguz, Sylvia Andersch, Agata Dimitrenko und Stefanie Zielinka (von links). Privat
20.10.2016

Mädchen dokumentieren ihre Meinung im Stuttgarter Landtag

Pforzheim. Respekt, Akzeptanz und Freiheit – das wünschen Mädchen und junge Frauen für sich und andere. Dreißig Mädchengruppen aus Baden-Württemberg präsentierten anlässlich des Internationalen Weltmädchentags unter dem Motto „Standup! Mädchen zeigen Meinung“ selbst gestaltete Pappaufstellfiguren im Stuttgarter Landtagsgebäude.

Diese sind ein Spiegel der Lebenswirklichkeiten von Mädchen und jungen Frauen im Alter von acht bis 23 Jahren. Sie zeigen Lebensträume und Erwartungen an die Politik.

Mit dabei waren auch fünf junge Frauen vom Mädchenbildungszentrum, eine gemeinsame Einrichtung von Lilith und der SJR Betriebs GmbH. Sie wurden von der Landtagspräsidentin Muhterem Aras begrüßt. Anschließend kamen die Mädchen mit Landtagsabgeordneten ins Gespräch.

Die Botschaft der Figur, die die jungen Frauen aus dem Mädchenbildungszentrum gestaltet haben, lautet „Selbstbestimmt, eigenständig und frei leben“. Die 15-jährige Jacklin und 24-jährige Gulistan erklärten dazu: „Für uns ist Freiheit zum Beispiel Stöckelschuhe zu tragen!“ Die Figur verdeutlicht den Zwiespalt, den die jungen Frauen zwischen zwei Kulturen erleben. Ulrike Sammet, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik Baden-Württemberg, zum Konzept des Projekts: „Über viele Monate hinweg haben sich zahlreiche Mädchen, Mitarbeitende pädagogischer Einrichtungen und Helferinnen engagiert, um die politische Sichtbarkeit von Mädchen zu erhöhen und sie darin zu bestärken, ihre Erfahrungen, Wünsche und Lebensentwürfe zum Ausdruck zu bringen. Die Mädchenfiguren sehen nicht alle aus wie das perfekt gestylte Vorzeige-Mädchen aus den Medien.

Das kommt den Lebensrealitäten von Mädchen nahe und regt dazu an, darüber nachzudenken, was Mädchen-Sein für unterschiedliche Menschen bedeuten kann.“