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Im evangelischen Gemeindezentrum hat der Bürgerverein Mäuerach 25-jähriges Bestehen gefeiert (links Ortsvorsteher Helge Hutmacher, daneben der Vorsitzende Bernd Zilly).  Tilo Keller
Im evangelischen Gemeindezentrum hat der Bürgerverein Mäuerach 25-jähriges Bestehen gefeiert (links Ortsvorsteher Helge Hutmacher, daneben der Vorsitzende Bernd Zilly). Tilo Keller
19.07.2015

Mäueracher feiern kleines Jubiläum

Eigentlich kommt Helge Hutmacher nicht im Polo-Hemd, sondern anlässlich des Bestehens einer Institution mit Schlips und Krawatte – aber im Mäuerach sieht man das dem Ortsvorsteher nach, denn man weiß:

Der Mann steht, wie einige seiner Kollegen aus dem Ortschaftsrat und der Ortsverwaltung, seit ein paar Stunden neben dem Maislabyrinth drüben, jenseits der Enz-Senke, neben dem am Morgen eröffneten Irrgarten und brutzelt Leckeres für die Besucher.

Zumindest einen kleinen Scheck hat er ins evangelische Gemeindezentrum für Bernd Zilly und seine Mannen und Frauen mitgebracht, die das 25-jährige Bestehen ihres Bürgervereins über zwei Tage hinweg feiern.

Ebenfalls spendabel zeigt sich Klaus-Ferdinand Weitmann, Sprecher der Vereine, und Gemeindediakon Henning Harde gibt zur Freude der Beteiligten dem Bürgerverein eine kleine Bestandsgarantie: Vor 2017 tue sich in Sachen weitere Nutzung der Kirchenimmobilie an der Schwalbenstraße nichts. Und bis die Entscheidung der Kirche nicht gefallen sei, dürfe der Bürgerverein wie bisher die Räumlichkeiten nutzen.

Immerhin war dem Verein, der in der geistigen Nachfolge der Siedlergemeinschaft steht – allerdings unter anderen Vorzeichen – mit der Schließung der „Mäurach-Gaststätte“ ein Standbein weggebrochen.

Musste sich der erste Bürgerzusammenschluss noch mit existenziellen Sorgen wie Elektrizität und Kanalisation für die ersten Bewohner der Kirschgärten kümmern – die Gartenlauben boten Zuflucht für die ausgebombten Pforzheimer, Flüchtlinge und Vertriebene –, brannte den Bürgern Anfang der 1990er-Jahre andere Dringlichkeiten auf den Nägeln wie geplante Wohnblocks am Waldrand, der Rückbau der Kanzlerstraße, der angedachte Bau einer Müllverbrennungsanlage oder der Wegfall des Kinderspielplatzes an der Schwalbenstraße (die PZ berichtete). Man wehrte sich – und das war gut so, ist man sich im Rückblick einig.