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Maik Zimmer und Adeline Kastalion vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim hatten es mit ihren leidenschaftlichen Lateintänzen bis ins Finale der TV-Castingshow „Got to Dance“ geschafft. 
Maik Zimmer und Adeline Kastalion vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim hatten es mit ihren leidenschaftlichen Lateintänzen bis ins Finale der TV-Castingshow „Got to Dance“ geschafft.  © Screenshot Sat1.de
22.12.2015

„Maik & Adeline“ aus Pforzheim mit viel Leidenschaft im "Got to Dance"-Finale

„Ich möchte auch gerne so tanzen können wie ihr.“ Gerade hatten Maik Zimmer und Adeline Kastalion vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim ihren leidenschaftlichen Finaletanz aus Paso Doble, Rumba und Samba furios zu Ende gebracht, da zollte „Got to Dance“-Jurorin Susan Sideropolous den beiden Elfjährigen höchstes Lob. „Ihr seid unfassbar“ legte die frühere „Let’s Dance“-Gewinnerin nach. Das Unfassbare allerdings gelang dem Pforzheimer Lateintanzpaar dann doch nicht ganz. Sie schafften es am späten Montagabend im Finale der TV-Castingshow auf Sat.1 nicht aufs Siegertreppchen.

Nicht ganz unerwartet landete dort Luciano. Sein Tanzstil ist eben jugendlicher Mainstream. Dass sich „Maik & Adeline“ mit ihren Lateintanz-Künsten bis in die Finalrunde vorgeschoben haben, liegt vor allem an ihrer Perfektion, an der mitreißenden Mischung aus sportlicher Höchstleistung und künstlerischem Ausdruck. Beide Elfjährigen bewiesen natürlichen Charme und eine Ausstrahlung, die selbst schwierigste Figuren und Schrittfolgen wie selbstverständlich wirken ließen. Vom ersten Moment an liefen beide auf Hochtouren, ohne ihr sympathisches Lächeln zu verlieren. „Ihr seid das perfekte Tanzpaar“, freute sich Jurymitglied sowie Ballett- und Breakdance-Profi Bürger Lars Dietrich. Er prophezeite den beiden Pforzheimern in naher Zukunft den Gewinn einer Weltmeisterschaft.

Gut möglich, denn gegenüber dem TV-Sender hatten Maik Zimmer und Adeline Kastalion als Berufswunsch Tänzer und Tanztrainer angegeben. Abgemachte Sache scheint zwischen beiden auch zu sein, einen WM-Titel zu holen. Den Deutschen Pokal haben sie sich 2014 und 2015 bereits ertanzt. Das wird wohl nicht die letzte Trophäe in den nächsten Jahren sein.

Maik tanzt seit sechs Jahren im Verein, Adeline kam über den Gardetanz zum klassischen Turniertanz. Sie trainieren viermal pro Woche. Was jedoch den Unterschied bei „Gott o Dance“ ausmachte und beide ins Finale brachte, ist nicht nur der reine Trainingsfleiß, sondern diese getanzte Leidenschaft, die so souverän wirkte, dass man das junge Alter der Tänzer glatt vergessen konnte.