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Die Pforzheimer Bevölkerung wächst und wird immer älter. Umso wichtiger ist die Versorgung mit Heimplätzen. Doch genau da tut sich offensichtlich eine Lücke aus. Das ergibt die Bachelor-Arbeit des Altenpflegers Thomas Fuchs. Symbolbild: dpa
Die Pforzheimer Bevölkerung wächst und wird immer älter. Umso wichtiger ist die Versorgung mit Heimplätzen. Doch genau da tut sich offensichtlich eine Lücke aus. Das ergibt die Bachelor-Arbeit des Altenpflegers Thomas Fuchs. Symbolbild: dpa
Thomas Fuchs hat die Entwicklung der Pflegeheimplätze untersucht. Foto: Seibel
Thomas Fuchs hat die Entwicklung der Pflegeheimplätze untersucht. Foto: Seibel
28.12.2016

Mangel an Pflegeplätzen in Pforzheim bereitet Sorge

Pforzheim. Der Pforzheimer Thomas Fuchs hat die stationäre Versorgung untersucht. Ab dem Jahr 2019 gibt es in den 15 Heimen der Stadt keine Doppelzimmer mehr.

Zwischen 348 und 476 Plätze in der stationären Pflege im Stadtkreis Pforzheim werden im Jahr 2019 fehlen. Davon ist Thomas Fuchs, 33, überzeugt. Der gebürtige Pforzheimer, der in diversen Heimen in der Goldstadt als Altenpfleger und aktuell in Baden-Baden als Qualitätsbeauftragter in einer Pflegeeinrichtung arbeitet, hat jetzt für seine Bachelor-Thesis an der Bremer Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft die Note 1,7 bekommen.

Was sagt die Stadt zu dem Defizit an Pflegeplätzen?

Die Untersuchung schließt nach Aussage von Fuchs eine Lücke. Denn im Gegensatz zum Enzkreis und Calw verfüge Pforzheim über keinen Kreispflegeplan, der den aktuellen und zukünftigen Bedarf und das verfügbare Angebot gegenüberstelle. Den Berechnungen sowie den erarbeiteten Lösungsvorschlägen wurde „hoher Nutzen für die Praxis“ attestiert.

Pforzheim sucht im Moment einen neuen Altenhilfeplaner, der entsprechende Zahlen erhebt und den Bedarf analysiert, bestätigt Sozialamtschef Rüdiger Staib. In den vergangenen Jahren habe es laut Auskunft der Stadt einen deutlichen Überhang an Plätzen gegeben. Deshalb gebe es keinen aktuellen Kreispflegeplan. Regulierend auf den Markt einzuwirken, sei nur durch finanzielle Anreize für potenzielle Investoren möglich. Solche Förderprogramme gebe es aber seines Wissens momentan nicht.

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