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Ein 39-Jähriger (unter dem Handtuch) soll in einem Haus im Pforzheimer Stadtteil Mäuerach mehrere kleine Feuer in einem Haus gelegt haben. Er soll überdies damit gedroht haben, sich selbt zu töten. Nach vier Stunden konnte er von der Polizei überwältigt werden. © Seibel
14.02.2011

Mann verschüttet Benzin in Wohnhaus und legt Feuer

PFORZHEIM. Ein 39-jähriger Mann hat am frühen Montagmorgen einen ganzen Straßenzug im Pforzheimer Stadtteil Mäuerach in Aufregung versetzt. Telefonisch wurde der Pforzheimer Polizei um 6.40 Uhr mitgeteilt, dass sich ein 39-Jähriger im Keller seiner Tante im Gartenweg eingeschlossen und im Haus Benzin verschüttet habe. Die herbeigerufene Feuerwehr musste mehrere kleine Brände löschen, die der Mann immer wieder gelegt hat, bevor er sich im Keller verschanzt und mit Selbstmord gedroht hatte.

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Die Polizei ging aufgrund der Gesamtumstände und der zurückliegenden familiären Probleme des Betroffenen davon aus, dass sich dieser etwas antun könnte. Deshalb waren neben mehreren Streifenwagen auch das Rote Kreuz sowie die Feuerwehr vor Ort. Die Rettungskräfte konnten einen deutlichen Benzingeruch wahrnehmen, weshalb vorsichtshalber die angrenzenden Gebäude evakuiert wurden.

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Da sich der 39-Jährige im Keller verbarrikadiert hatte, mussten Mitglieder der örtlichen polizeilichen Verhandlungsgruppe den Kontakt mit dem Mann aufnehmen. Dieser schrie in Anwesenheit der Polizeibeamten im Keller herum und hielt dabei fortwährend ein Messer in der Hand. Erst nach vielen Versuchen war es möglich, mit dem Verbarrikadierten ins Gespräch zu kommen. Zwischenzeitlich konnte die Feuerwehr die kleinen Brände löschen.

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Bei einer günstigen Gelegenheit konnte der Mann schließlich um 10.20 Uhr von zwei Polizeibeamten überwältigt werden. Angeblich, so erklärten es Zeugen gegenüber PZ-news, soll der Mann den Keller verlassen haben, um eine Zigarette zu rauchen. Erst beim Zugriff durch die Beamten wurde bekannt, dass sich der 39-Jährige bereits vor Eintreffen der Polizei selbst in den rechten Lungenflügel gestochen und dadurch lebensgefährlich verletzt hatte.

Er wurde in ein Pforzheimer Krankenhaus gebracht, wo er aktuell noch unter Bewachung steht. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Kriminalpolizei Pforzheim hat die Ermittlungen übernommen.

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