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Die Pforzheimer Landtagsabgeordnete Marianne Engeser (links) hat eine Döner-Wette gegen Integrationsministerin Bilkay Öney gewonnen. Sie hatte bei der Wahl zum CDU-Spitzenkandidaten auf Landtagspräsident Guido Wolf gesetzt und den richtigen Mann getippt.
Die Pforzheimer Landtagsabgeordnete Marianne Engeser (links) hat eine Döner-Wette gegen Integrationsministerin Bilkay Öney gewonnen. Sie hatte bei der Wahl zum CDU-Spitzenkandidaten auf Landtagspräsident Guido Wolf gesetzt und den richtigen Mann getippt. © Ketterl/dpa
17.12.2014

Marianne Engeser gewinnt Döner-Wette gegen Ministerin Bilkay Öney

Stuttgart. Die Suche der Südwest-CDU nach einem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl hat SPD-Politikern Bilkay Öney (44) einen Döner gekostet. Mit diesem Wetteinsatz hatte die Integrationsministerin nämlich die Pforzheimer CDU-Landtagsabgeordnete Marianne Engeser herausgefordert. Bilkay Öney setzte auf CDU-Landeschef und Bundesvize Thomas Strobl – und lag daneben.

Weil Landtagspräsident Guido Wolf siegte, konnte Marianne Engeser triumphieren und wurde nun von Bilkay Öney zum Döner-Essen in der Mittagspause während der Landtagssitzung am Mittwoch eingeladen. Ob die Pforzheimer Abgeordnete durch ihr Insiderwissen gewonnen oder sich persönlich im Hintergrund für Wolf eingesetzt hat, um zu siegen, ist nicht bekannt. Eigentlich ist sie auch nicht als machtgierige Strippenzieherin, sondern als zugängliche, offene Abgeordnete mit Herz bekannt. Vielleicht hat sie den Wolf-Erfolg einfach nur mit dem ihr eigenen Fingerspitzengefühl erahnt.

Auf die Frage, ob sie nur des Döners halber auf Wolf getippt hatte, sagte die aus einer Schmuckunternehmerfamilie stammende, studierte Apothekerin, die 1986 promovierte: «Ich bin Landespolitikerin.» Das muss genügen. Landespolitikerinnen haben eben den Durchblick, sind einfach näher dran an der Basis. Die beiden Wettkontrahentinnen kennen sich über die Arbeit im Integrationsausschuss. «Ich hatte auf die Berliner Karte gesetzt», sagte Öney, die bis zu ihrem Wechsel nach Baden-Württemberg 2011 dort im Abgeordnetenhaus saß. Aber die Berliner scheinen eben anders zu ticken als die Menschen aus Baden und Württemberg.

Ob der Döner der Pforzheimer Landespolitikerin geschmeckt hat, ist nicht überliefert. Bilkay Öney sagte, dass viele Döner in Baden-Württemberg verglichen mit den Preisen in Berlin teuer wären. «Das ist natürlich gerade für die Schwaben ein Thema.» Den besten Döner bundesweit gebe es jedoch nach Einschätzung der Ministerin in Mannheim. Dort werde das Fleisch in einem Geschäft über Nacht in Milch eingelegt, schwärmte sie.

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