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Renate Bohm und Matthias Hamann spielen zur Finissage zwei Szenen aus dem Stück „Animalisch – tierisch musikalisch“. Foto: Seibel
Renate Bohm und Matthias Hamann spielen zur Finissage zwei Szenen aus dem Stück „Animalisch – tierisch musikalisch“. Foto: Seibel
25.02.2018

Marionettenbühne Mottenkäfig: Ausstellung zum 50. Geburtstag beendet

Pforzheim. Mit einer Finissage ist die Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen der Marionettenbühne Mottenkäfig beendet worden. Zahlreiche Fans, Unterstützer und Neugierige hat die Schau im vergangenen halben Jahr ins Stadtmuseum in Brötzingen gelockt.

Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Bürger zeigt sich zufrieden mit der Resonanz. Vor allem an den Wochenenden sei die Ausstellung, in der rund 60 Figuren aus den vergangenen fünf Jahrzehnten gezeigt wurden, gut besucht gewesen. Die Faszination für das Spiel mit den Marionetten ist für Bürger auch 50 Jahre nach Gründung des Mottenkäfigs ungebrochen, und er ist guter Dinge, dass die inzwischen nicht mehr wegzudenkende Kultureinrichtung auch weitere 50 Jahre existiert.

Die aktuellen Vereinsmitglieder sind im Alter zwischen 15 und 85 Jahren. Das zeige auch, dass sich das Programm des Vereins nicht nur an Kinder wendet, sondern auch an Erwachsene. Für diese sei das Spiel ebenso wie für jüngere Zuschauer „ein Angebot an die Fantasie. Und wir geben dafür den Anstoß“, so Bürger.

Nachwuchsgewinnung im Blick

Wie alle anderen Vereine sei jedoch auch der Mottenkäfig nicht frei von Zukunftssorgen. Zwar sei die Unterstützerbasis groß und treu, dennoch gebühre der Nachwuchsgewinnung ein besonderes Augenmerk. Und man müsse schon sehr genau planen, was man spiele, um ein „teilweise kulturell übersättigtes Publikum zu erreichen“, weiß Matthias Hamann. Umso erfreuter waren alle Beteiligten, dass insbesondere die Workshops für jüngere Besucher während der Ausstellungszeit gut angenommen wurden.

Eineinhalb Jahre habe die Planung der Sonderausstellung benötigt, erläutert Jonathan Danigel, der dafür zuständig war und ansonsten sich auch als Sprecher bei den Stücken einbringt. Wie seine Mitstreiter ist auch er vom Fieber für das Marionettenspiel gepackt: „Mich fasziniert, dass ein Stück Holz so lebendig werden kann, dass es die Zuschauer fesselt.“

Zur Finissage waren zahlreiche Spieler und Sprecher im Stadtmuseum, um den Besuchern noch einmal Rede und Antwort zu den ausgestellten Figuren und Bühnenbildern zu geben. Und zur Begrüßung gab es zwei Szenen aus dem heiteren Stück „Animalisch – tierisch musikalisch.“