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Oh, du leckere Weihnachtszeit: Maya, Lilli und Sophia (alle 3 Jahre, von links) genießen ihre Waffeln beim Café Schreiber.  Foto: Tilo Keller
Oh, du leckere Weihnachtszeit: Maya, Lilli und Sophia (alle 3 Jahre, von links) genießen ihre Waffeln beim Café Schreiber. Foto: Tilo Keller
Heißer Tipp für Besucher: Die Gruppe „Versipellia“ führt auf dem Mittelaltermarkt einen Feuertanz auf. Foto: Tilo Keller
Heißer Tipp für Besucher: Die Gruppe „Versipellia“ führt auf dem Mittelaltermarkt einen Feuertanz auf. Foto: Tilo Keller
Sorgen zusammen dafür, dass der Laden läuft: Betriebsleiterin Sonia Scoferciu (links), „Stadl“-Wirt Frank Daudert und Servicekraft Stephanie Schmeichel . Foto: Tilo Keller
Sorgen zusammen dafür, dass der Laden läuft: Betriebsleiterin Sonia Scoferciu (links), „Stadl“-Wirt Frank Daudert und Servicekraft Stephanie Schmeichel . Foto: Tilo Keller
Rutschpartie: Chris und Petra Schwerdtfeger mit Valentia (links) und Amy. Foto: Tilo Keller
Rutschpartie: Chris und Petra Schwerdtfeger mit Valentia (links) und Amy. Foto: Tilo Keller
04.12.2016

Marktbeschicker im Vorweihnachtsglück: Mehr Besucher als im Vorjahr

Pforzheim. Das Adventsspektakel in der Pforzheimer Innenstadt lockt bislang mehr Besucher als im Vorjahr. Die Zwischenbilanz: Der Mittelaltermarkt erweist sich als Publikumsmagnet.

Tock-tock, tock-tock – in regelmäßigen Schlägen fällt der Holzhammer auf das Punziereisen. Mit großen Augen blicken drei kleine Mädchen in Schals und dicke Wintermützen eingemummelt auf die klammen Finger der mittelalterlichen Handwerkerin Claudia. Aus Kisten hat sie sich vor der Lederschmiede Hocker und Arbeitsfläche gebaut und bearbeitet mit ihrem Werkzeug geduldig eine Haarspange. Menschentrauben überall – vor dem Stand mit den „Scharfen Schneideisen“, vor der Bühne, wo gerade eine der zahlreichen Kulturdarbietungen aus längst vergangener Zeit das Publikum fesselt, vor den Glühwein- und Speiseständen im Blumenhof. Der Mittelaltermarkt summt vor geschäftigem Treiben.

Mittendrin dessen Sprecher Richard Röser. Das Geschäft sei in den ersten beiden Wochen sehr gut angelaufen, lässt er wissen und spricht von einer Steigerung sowohl bei den Besucherzahlen als auch beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. „Überraschend ist, dass immer wieder Leute kommen, die noch nie hier waren und sich dann freuen, uns gefunden zu haben“, sagt er. Das mittelalterliche Weihnachtsspektakel – es spreche sich herum „und wächst auf jeden Fall noch“, so Röser. Begeistert zeigt er sich vor allem von der positiven Resonanz der Besucher. „Man bekommt so viel zurück“, sagt er. „Die Freude der Leute gibt Kraft und Bestätigung, dass man es richtig gemacht hat.“

Der Mittelaltermarkt habe einen wahren „Boom“ ausgelöst, sagt auch Frank Daudert, Wirt von „Goldis Stadl“ auf dem Marktplatz. „Ein totaler Magnet, auch für Leute von außen.“ Durch die Kombination der beiden Märkte mit Eisbahn und „Stadl“ herrsche in diesem Jahr mehr denn je „ein regelrechter Weihnachtsmarkt-Tourismus.“ Ein Zustrom, von dem alle profitieren. Das neu installierte „Eisgoldstüble“ sowie die vergrößerte Theke im „Stadl“ seien gut nachgefragt. Auch Daudert spricht von gestiegenen Reservierungszahlen und berichtet gut gelaunt vom Samstag - dem umsatzstärksten Tag seit Jahren.

Das Wetter hat im Vergleich zum Vorjahr gut mitgespielt, „kein Regen und schön knackig kalt“, sagt der Gastronom. So konnte auch die Eisbahn nach Problemen im Vorjahr dieses Mal ohne Einschränkung genutzt werden. Auch das habe zu dem guten Start in die Saison beigetragen.

Treue Kundschaft

Bis zu 600 Menschen pro Tag ziehen dort an einem gut besuchten Wochenendtag wie am Sonntag ihre Bahnen, sagt Erlebnispädagoge Thomas Schröder, während er sich müht, der Schlange an der Schlittschuhausgabe Herr zu werden. Draußen auf der Bahn klingen christliche Weihnachtslieder aus den Lautsprechern. Die Stadtmission wirbt wie schon in den vergangenen Jahren für ihre Gottesdienste, das Weihnachtsfest, und die Auseinandersetzung mit dessen Geschichte.

Rundherum lebendiges Treiben an den Buden des Goldenen Weihnachtsmarkts. „Ein tolles Publikum“, schwärmt da zum Beispiel Eddy Arnoux, Wirt der Engelspyramide: „Die Pforzheimer halten uns die Treue und freuen sich auf den Weihnachtmarkt – genau wie wir.“