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Gastredner beim DGB-Neujahrsempfang: der Landesvorsitzende Martin Kunzmann. Unter den Gästen ist auch OB Peter Boch (Dritter von rechts). Foto: Meyer
Gastredner beim DGB-Neujahrsempfang: der Landesvorsitzende Martin Kunzmann. Unter den Gästen ist auch OB Peter Boch (Dritter von rechts). Foto: Meyer
12.01.2018

Martin Kunzmann mahnt: „Flexibilität ist keine Einbahnstraße“

Pforzheim/Enzkreis. Aufmerksam lauscht Oberbürgermeister Peter Boch dem obersten Gewerkschafter Baden-Württembergs, als der ihn direkt anspricht: Boch werde, so Martin Kunzmann, der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds und zuvor jahrzehntelang IG-Metall-Chef, beim Neujahrsempfang des DGB im Reuchlinhaus, den Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften „als konstruktiven Begleiter“ an seiner Seite sehen, wenn es darum gehe, Pforzheim für die Zukunft fit zu machen. Wenig später wird Kunzmann aktuell zeigen, was er – unter anderem – als konstruktive Kritik versteht.

Er untermauert die Auffassung der Gewerkschaft, der Tag des Gedenkens an die Bombardierung Pforzheims am 23. Februar 1945 habe „immer auch eine politische Dimension“ – was Boch zumindest anfangs der Diskussion gerne tiefer gehängt hätte (die PZ berichtete). Kunzmann spannt den Bogen von den aus Sicht der IG Metall verhängnisvollen Fehlern der Unternehmen der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie (erst „Ignoranz“, dann Insolvenz) über die aktuellen hin zu künftigen Herausforderungen. Wirtschaftswachstum gut und schön – aber nicht alle Beschäftigten hätten an diesem Erfolg teil, sagt Kunzmann: Teilzeit, Minijobs, Leiharbeit, Werkverträge und Solo-Selbstständigkeit seien für 40 Prozent der Arbeitnehmer in Baden-Württemberg an der Tagesordnung. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.