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Martinsumzug in Pforzheim-Eutingen.
Martinsumzug in Pforzheim-Eutingen. © Privat
12.11.2011

Martinsumzug begeistert mehrere Hundert Zuschauer

Pforzheim. Rund um den 11. November gedenken die Christen des heiligen Martin. Die nach ihm benannten Umzüge erinnern an die Legende, nach der Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Im Gedenken an Sankt Martin versammelten sich am Abend des 11. November viele Kinder mit ihren Eltern und Großeltern in der katholischen Kirche in Eutingen. Dazu eingeladen hatte der Caritasverein und der Kindergarten St. Elisabeth. Danach gab es den großen Martinsumzug.

Nach einem Flötenspiel von Franziska Giek und Corina Jung begrüßte Pfarrer Bernd Walter die vielen Kinder mit ihren bunten Laternen. Erzieherinnen und Kindergartenkinder schilderten in Szenen die Legende von der Mantel-Teilung des heiligen Martins. Im Anschluss zogen alle singend durch die Straßen von Eutingen. Sankt Martin (Julia Härlin) ritt mit ihrem Pferd voran und mehrere hundert Menschen folgten mit ihren Laternen. Anschließend waren alle eingeladen noch ein wenig im Georg-Ruck-Saal zu verweilen. Für die Kinder gab es Punsch und Lebkuchen und für die Erwachsenen Glühwein. Pfarrer Bernd Walter dankte dem Caritasverein, dem Kindergarten St. Elisabeth, der Flötengruppe, der Freiwilligen Feuerwehr, sowie den Verantwortlichen, die Glühwein, Punsch und Gebäck organisierten.

Martin wurde 316/317 in der im heutigen Ungarn gelegenen Stadt Sabrina geboren. Der Sohn eines römischen Tribuns trat auf Wunsch seines Vaters in die römische Armee ein. Nach seiner Bekehrung zum christlichen Glauben ließ sich Martin im Alter von 18 Jahren taufen, quittierte seinen Dienst und wurde zunächst Missionar. Seit 371 war er Bischof von Tours, wo er am 8. November 397 starb. Er war der erste Nichtmärtyrer, der im Westen als Heiliger verehrt wurde. Das Grab des Patrons der Schneider, Bettler, Geächteten und Kriegsdienstverweigerer in der Kathedrale von Tours ist heute eine bedeutende Wallfahrtsstätte in Frankreich. pm