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In allen Farben leuchten die Laternen der Kinder beim Martinsumzug zur Stadtkirche. Foto: Tilo Keller
In allen Farben leuchten die Laternen der Kinder beim Martinsumzug zur Stadtkirche. Foto: Tilo Keller
13.11.2016

Martinsumzug führt von Herz-Jesu-Kirche zur Stadtkirche

Pforzheim. Ungeduldig hat Hnoss vor der Herz-Jesu-Kirche auf seinen großen Auftritt gewartet. Das neunjährige Islandpferd von Anina Warch, das sonst im Birkenhof in Grunbach zuhause ist, stand bereit, um den Martinsumzug anzuführen. Besonders stimmungsvoll hat die Veranstaltung zu Ehren von St. Martin bereits bei einer Andacht in der Herz-Jesu-Kirche mit Dekan Bernhard Ihle und Dekanin Christiane Quincke begonnen.

Sonnen, Drachen und Eulen

Noch in der Kirche wurden die Lichter der Laternen begleitet von einem Gebet angezündet, ehe sich die Kinder mit ihren Eltern auf den Weg machten. Stolz schritt der Isländer mit Sankt Martin im Sattel, gespielt von Rebecca Puchinger, dem Laternenumzug voran. Von der Herz-Jesu-Kirche zog der Laternenumzug in einem großen Bogen zur Stadtkirche. Laternen in Form von Sonnen, Schäfchen, Drachen, Prinzessinnen, Pilzen, Eulen und viele weitere bunte Motive leuchteten auf dem Weg.

Auf der Freifläche neben der Stadtkirche versammelten sich die Laternenläufer in einer großen Runde um ein Feuer, an dem sich der Bettler wärmte, dargestellt von Benedict Goldhorn. „Es war im Jahre 334. Martin war Gardeoffizier und ritt in der Nähe der Stadt Amiens“, erinnerte Dekan Ihle an die Geschichte des Heiligen Martin.

Die Laternenläufer konnten auch sehen, wie Martin seinen Mantel mit dem Schwert teilt, um die Hälfte dem Bettler zu geben. „Der Bettler hat Glück gehabt, Martin hatte Mitleid und einfach etwas gutes getan“, sagte Dekanin Quincke. „Eigentlich wünsche ich mir eine Welt, wo es nicht die Ausnahme ist, dass man einem Anderen hilft.“ Sie machte darauf aufmerksam, dass St. Martin auch der Schutzpatron der Flüchtlinge ist. „Ich bin dankbar für die Menschen, die helfen. Sie machen das Licht der Welt heller“, ergänzte Quincke.

Kinder singen Lieder

In Begleitung der Bläser von der Johannesgemeinde, unter der Leitung von Wolfram Kienzle, sangen die Teilnehmer die beliebtesten Martins- und Laternenlieder. Die eifrigen Laternenkinder bekamen einen Martinsmann aus Hefe. Familie Schöpf hatte außerdem heiße Würstchen und Kinderpunsch zum Aufwärmen vorbereitet.