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Vor Gericht verantworten muss sich seit Montag ein Iraker wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Symbolbild: Dedert/dpa   Foto: Dedert/dpa

Martyrium in Pforzheimer Gartenhütte - Diebischer Azubi wird durch Misshandlung unter Druck gesetzt

Pforzheim. Es ist, wenn man den Schilderungen des mutmaßlichen Opfers Glauben schenkt, eine Szene wie im Film: eine Gartenhütte, nur spärlich erhellt, mehrere maskierte Männer, die um einen Stuhl in der Mitte des Raumes stehen. Auf dem sitzt ein Mann, nackt, voller Angst, die Unbekannten würden ihre Drohung wahrmachen: ihm einen Finger oder sein Geschlechtsteil abzuschneiden, wenn er sich nicht bereit erklärt, 45.000 Euro herauszurücken. Sie übergießen ihn aus drei Kanistern mit einer Flüssigkeit, zücken ein Feuerzeug. Einer der Männer kickt ein Stuhlbein zur Seite – der kracht mit voller Wucht samt dem darauf fixierten 21-jährigen Peter F. (Name geändert) gegen die Wand. Zuvor hat man ihn getreten und geschlagen, ihm einen Turnbeutel über den Kopf gezogen, ihm vielleicht sogar (aber das mutmaßt das Opfer nur) eine Pistole an die Schläfe gehalten.

Vorgeführt aus U-Haft

Gemeinschaftlicher erpresserischer Menschenraub und besonders schwere räuberische Erpressung nennt dies Staatsanwalt Christian Schwab in seiner Anklage vor der Auswärtigen Großen Jugendkammer des Landgerichts Karlsruhe –

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